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Kampusch spendet alles

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Natascha Kampusch will den Gesamterlös der am Dienstag eingeleiteten Spendenaktion „Natascha Kampusch Foundation“ ausschließlich für soziale Projekte verwenden.

„Sie hat deutlich gemacht, dass sie keinen einzigen Cent der Spenden für sich selbst beanspruchen will“, sagte ihr Anwalt Gerald Ganzger.

Zu Nataschas Existenzsicherung diene allein die Rechteverwertung ihrer Interviews, sagte Ganzger. Bezüglich Unterstützungen seitens der Regierung meinte der Anwalt: „Die Behörden verhalten sich sehr kooperativ, wofür ich mich im Namen Natascha Kampuschs bedanken möchte.“ Das Haus Priklopils, das die 18-Jährige gerne haben würde, sei im Moment nicht vorrangig wichtig. „Frau Kampusch ist es ein Anliegen zu verhindern, dass das Haus zur Touristenattraktion oder zum Gruselobjekt wird“, so Ganzger. Die Mutter ihres Entführers solle aber das Wohnrecht haben.

Ein Team von Sachverständigen werde gerade zusammengestellt, um für eine konkrete Abwicklung für das Lebensprojekt der 18-Jährigen zu sorgen. Die Foundation, die in den kommenden Wochen verwirklicht werden soll, wird sich laut Kampusch-Anwalt Gabriel Lansky auf mehrere Projekte konzentrieren. Natascha Kampusch werde die Linie der Foundation bestimmen und als Präsentationsfigur agieren. „Natascha will Frauen in schwierigen Situationen helfen – sie hat vom ersten Tag an gesagt, dass sie dazu beitragen möchte, dass das was ihr passiert ist, anderen Menschen nicht passiert“, so Lansky.

In Interviews hatte die 18-Jährige davon gesprochen, dass sie ihre Berühmtheit für gewisse Hilfsprojekte nutzen möchte. Unter anderem plane sie Hilfe für Menschen, die ein ähnliches Schicksal wie sie gehabt hätten. So wolle sie gegen den Hunger in Afrika und die Verschleppung und die Misshandlung von Frauen in Mexiko kämpfen. Für die „Natascha Kampusch Foundation“ wurde folgende Kontonummer angegeben: BA-CA Kto.-Nr.: 50-000-010-001, BLZ: 12000.

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