Energieautonomie Vorarlberg - "ehrgeiziges, aber machbares Ziel"

Die Energieautonomie Vorarlberg ist auf Schiene: Neben der Umsetzung der vom Landtag beschlossenen Ziele und 101 enkeltauglichen Maßnahmen geht es auch darum, Bevölkerung, Unternehmen und Entscheidungsträger laufend zu informieren und in den Veränderungsprozess einzubinden - so geschehen bei einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am Donnerstag (26. Jänner) in Götzis. Gut 400 Personen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nahmen daran teil.


“Vorarlberg hat sich für den Weg einer integrierten Verkehrspolitik entschieden, die auf nachhaltigen Konzepten beim Personen- und Güterverkehr aufbaut und ein funktionierendes Zusammenwirken der Verkehrssysteme vorantreibt,” betonte Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Vorarlberg, so Landesrat Erich Schwärzler, “will durch intelligente Energienutzung und den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energieträgern einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und weniger abhängig von steigenden Energiepreisen auf den Weltmärkten werden.”

101 enkeltaugliche Maßnahmen

Bei der Veranstaltung in Götzis referierte der Leiter des Fachbereichs Energie im Landhaus, Adi Groß, im Detail über Ziele, Maßnahmen und die nächsten Schritte. Basis dafür bildet ein Diskussionprozess, der im vergangenen Jahr stattfand. Rund 60 Experten und Interessenvertreter haben in über 20 Workshops in den Arbeitsgruppen “Erneuerbare Energieträger”, “Industrie und Gewerbe”, “Gebäude” sowie “Mobilität und Raumplanung” konkrete Maßnahmen erarbeitet. “Die 101 enkeltauglichen Maßnahmenvorschläge decken eine große thematische Breite ab – von der Energieeffizienz von Gebäuden über Maßnahmen in der Industrie und Mobilität bis zu den erneuerbaren Energieträgern”, sagte Groß, “Ebenso umfassen sie verschiedenste Zielgruppen und Maßnahmenarten wie zum Beispiel Bildung, Sensibilisierung, Anreizsysteme und Regulative. Konkrete Beispiele sind u.a. – der Ausbau der erneuerbaren Energieträger (Wasserkraft, Sonnenenergie, Biogas, Biomasse, Geothermie und Windenergie); – die Erhöhung der Gebäude-Sanierungsrate auf drei Prozent pro Jahr und die Entwicklung von Modellgebäuden für die Energieautonomie; – die Verbesserung der spezifischen Energieintensität der Sachgüterproduktion (2009 bis 2020) um jährlich ein Prozent; – die Verstärkung der Programme zur Steigerung des öffentlichen Verkehrs und Aktivverkehrs zu Fuß und per Fahrrad mit Verlagerung von zusätzlich fünf Prozent der kurzen Pkw-Wege auf den Radverkehr sowie ein Parkplatzmanagement für verkehrsintensive Einrichtungen.

Durch die 101 enkeltauglichen Maßnahmen soll es – zu einer Reduktion des Energieverbrauches um 15 Prozent (von 9.546 GWh im Jahr 2005 auf 8.097 GWh im Jahr 2020), – zu einer Erhöhung der Energieproduktion um 14 Prozent (von 3.484 GWh im Jahr 2009 auf 3.960 GWh im Jahr 2020), – zu einer CO2-Einsparung von 18 Prozent (von 1,8 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2005 auf 1,5 Millionen Tonnen CO2 m Jahr 2020) kommen.

Bei der Veranstaltung wurde auch ein Filmbeitrag gezeigt: Bürgerinnen und Bürger kamen mit ihren Ansichten und Perspektiven zum Thema Energieautonomie zu Wort. Als Gastredner brachte der Generaldirektor der Stadt Bozen, Helmuth Moroder, von einer sehr engagierten Stadt aus eine Aussensicht auf den Weg Vorarlbergs ein. www.energiezukunft-vorarlberg.at

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OTS0294 2012-01-26/18:00

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