Energieautonomie 2050: Vorarlberger Betriebe setzen wichtige Schritte

(VLK) - Die Vorarlberger Wirtschaft unterstützt das Ziel der Energieautonomie Vorarlberg, bis 2050 den gesamten Energiebedarf des Landes mit erneuerbaren Energien abzudecken. Abseits dieses Bekenntnisses: Zahlreiche Unternehmen gehen mit der Umsetzung wichtiger Maßnahmen zur Effizienzsteigerung mit schnellen Schritten voran. Im Rahmen von elf "Best-Practice-Beispielen" wurde deren Engagement nun vor den Vorhang gerückt. Eines davon ist die Firma Offsetdruckerei in Schwarzach.


Massive Energieeinsparung durch neue Druckluftsteuerung

Unter diesen Vorzeige-Betrieben: Die Offsetdruckerei Schwarzach. Umweltschutz und die Forcierung von Effizienzmaßnahmen haben beim Schwarzacher Produzenten und Veredler von Feinkartonagen und Etiketten eine lange Tradition. “Zum einen, um Kosten zu senken. Zum anderen, um Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten”, verdeutlichte Eduard Fischer, Geschäftsführer der Offsetdruckerei. Mit der im Jahre 2012 installierten Druckluftsteuerung setzte das Unternehmen einen weiteren Meilenstein in dieser Tradition: Die Prozesse wurden deutlich vereinfacht – und damit zugleich deutlich Energie eingespart. Der Strombedarf des Unternehmens hat sich um jährlich 100.000 kWh reduziert. Das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Strombedarf von durchschnittlich 25 Haushalten. Mit der auf dem Firmendach installierten Photovoltaikanlage wird der jährliche Strombedarf von 100 Haushalten produziert. “Zehn Prozent unserer eingesetzten Energie sind fossile Brennstoffe, bis zum Jahr 2020 wollen gänzlich auf Gas und Öl verzichten”, sagte Geschäftsführer Fischer.

Große Bandbreite an Initiativen

Auch zahlreiche andere Unternehmen haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten Akzente gesetzt. Die konkreten, im Rahmen der “Best-Practice-Beispiele” hervorgehobenen Initiativen sind: – Beiser GmbH & Co KG (Götzis): Nutzung der Prozessabwärme. Der Gasbedarf wurde so von 3,4 Millionen kWh im Jahre 2010 auf 2,1 Millionen kWh im Jahre 2013 gesenkt – eine Einsparung von 43 Prozent. – Getzner Textil AG (Bludenz): Eigenes Nahwärmenetz installiert. Das Netz besteht heute aus 900 Metern Trasse, das sechs Abnehmer mit einem Bedarf von je 50 bis 750 kW Wärmeleistung miteinander verbindet. Der gesamte Wärmeeintrag ins Netz beträgt rund 6,2 GWh pro Jahr – das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Energieverbrauch von rund 550 Einfamilienhäusern. – Haberkorn Holding AG (Wolfurt): Ein betriebliches Mobilitätsmanagement, ein Rad-Pool, eine Energiewoche, geförderte E-Bikes, ein optimierter Firmenfuhrpark und Photovoltaikanlagen: Der jährliche Stromverbrauch von rund 360 Einfamilienhäusern konnte eingespart werden. – Hotel Mondschein (Stuben am Arlberg): Gesamtsanierung. Insgesamt konnte der Heizwärmebedarf – trotz Steigerung des Gebäudevolumens um 240 Quadratmeter – um 80 Prozent reduziert werden. – Metall & Form – Martin Fussenegger (Hörbranz): Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Der Energieverbrauch konnte um 72 Prozent reduziert werden, anstelle von jährlich 11.000 Litern Heizöl verbraucht das Unternehmen heute acht Raummeter Hartholz. – Metzgerverband (Hohenems): Austausch der Kälteaggregate und der Anlage zur Wärmerückgewinnung. Reduzierung des Gasverbrauchs von ursprünglich 10.200 m3 pro Jahr auf 3.700 m3 reduziert werden – das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Heizbedarf von fast drei Einfamilienhäusern. – Müller Optik (Feldkirch): Umstellung auf LED-Technik. Der Stromverbrauch reduzierte sich von 108.000 kWh im Jahre 2008 auf 69.217 kWh im Jahre 2012. – Rondo Ganahl AG (Frastanz): Rund sechs Prozent des jährlichen Erdgasverbrauchs Vorarlbergs geht auf den Frastanzer Papierhersteller Rondo zurück. Ein Umstand, dem bei der Neuplanung des Kesselhauses, das den erforderlichen Dampf zur Trocknung des produzierten Papiers bereitstellt, Priorität eingeräumt wurde. Der Wirkungsgrad des Kesselhauses wurde auf beeindruckende 96,6 Prozent gesteigert. – Rudolf Ölz Meisterbäcker GmbH & Co KG (Dornbirn): Erneuerung des Hydraulik-Systems und Nutzung der Abwärme von Kältemaschinen und Druckluftkompressoren. Durch die gesetzten Maßnahmen können jährlich 1.268 MWh statt bisher 530 MWh Wärme ausgekoppelt werden. – Vorarlberger Kraftwerke AG (Bregenz): Umbau des Rechenzentrums: Der erforderliche Kühlluftbedarf konnte um 50 Prozent reduziert werden.

Auch mit kleinen Mitteln Großes bewirken

“Das Land Vorarlberg setzt mit dem Programm Energieautonomie Vorarlberg wichtige Akzente zur Attraktivierung der Rahmenbedingungen, ist aber auf private Initiativen, wie im Rahmen der ‚Best-Practice-Beispiele’ vorgestellt, angewiesen”, freut sich Landesrat Erich Schwärzler über das große und bunte Engagement der Vorarlberger Betriebe. Die unterschiedlichen Projekte würden untermauern, dass jeder Betrieb im Rahmen seiner Möglichkeiten bereits mit kleinen Mitteln Großes bewirken kann. www.energieautonomie-vorarlberg.at

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OTS0158 2015-04-09/13:01

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