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SPÖ auf Gemeinderatsebene in zwei Bezirken nicht vorne

Soviel ist fix: SPÖ hat gewonnen, FPÖ klar verloren
Soviel ist fix: SPÖ hat gewonnen, FPÖ klar verloren ©APA
Die Wien-Karte war vor der Auszählung der Briefwahlstimmen noch durchgehend rot, denn die SPÖ lag auf Gemeindeebene überall vorne. Nach Auszählung der Briefwahl sind die City und Hietzing türkis eingefärbt, da die ÖVP dort den ersten Platz erringen konnte. Damit unterscheidet sich das Bild deutlich von 2015. Damals konnte lediglich die FPÖ bei der Gemeinderatswahl die SPÖ in zwei Bezirken schlagen, nämlich in Simmering und der Donaustadt.

Angesichts der großen Verluste der FPÖ sind die blauen Bezirke jedoch Geschichte. Tatsächlich ist die SPÖ wieder in den großen Flächenbezirken erstarkt. "Bester" roter Bezirk ist nun nicht mehr wie 2015 die Brigittenau, sondern mit 48,4 Prozent Favoriten. Dafür setzte es für die Sozialdemokraten in den inneren Bezirken zum Teil sogar Verluste - am größten fiel dieser in der City mit 4,2 Prozentpunkten (bei 29,3 Prozent Stimmanteil) aus.

Genau dort reüssierte die ÖVP. Die in der Inneren Stadt erzielten 34 Prozent bedeuten ein Plus von 14 Prozentpunkten. Die Grünen sind auch auf Gemeindeebene in ihrer Hochburg Neubau stark. Man konnte dort um 3 Prozentpunkte auf 29,8 Prozent zulegen. Allerdings kann man anders als bei den Bezirksvertretungswahlen im siebenten Bezirk nicht den ersten Platz verbuchen, sondern hinter der SPÖ den zweiten.

Die FPÖ ist noch immer in Simmering am stärksten, was jedoch ein schwacher Trost sein dürfte. Man sackte dort nämlich um 28 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent ab. Die NEOS erzielten in der Inneren Stadt mit 11,9 Prozent (plus 0,66 Prozentpunkte) ihr bestes Ergebnis.

Die Hitliste der Zuwächse führt die ÖVP an. In Liesing darf sich die türkise Stadtpartei über ein Plus von 14,6 Prozentpunkten und einen Stimmanteil von 24,22 Prozent freuen. Die Freiheitlichen erzielte nirgendwo Zuwächse und müssen - angesichts des desaströsen Wien-Gesamtergebnisses nicht überraschend - auch beim Bezirksvergleich den stärksten Verlust aller Parteien verschmerzen. In Floridsdorf ging es bei der Gemeinderatswahl um 30,9 Prozentpunkte nach unten. Der Stimmanteil beträgt dort nur mehr 9,71 Prozent.

(APA)

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