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Emser Schützen hinter Gittern

Die Jugendlichen rotteten sich am Bahnhof und beim Cineplexx zusammen, verfolgten Kinogänger und schossen ihnen mit Schreckschusspistolen nach.

Jetzt ist Schluß damit. Sie sind blutjung, doch sie machen bereits jede Menge Stunk: Ein 15-Jähriger Österreicher und ein 16-Jähriger aus der Dominikanischen Republik – beide sind bereits alte Bekannte bei der Gendarmerie. Gemeinsam mit drei etwa gleichaltrigen Kollegen schossen sie mit einer mit Platzpatronen geladenen Gaspistole mehrmals auf Opfer. Wilde Szenen Angefangen hat alles am späten Montagnachmittag am Hohenemser Bahnhof. Die Jugendbande verfolgt einen ehemaligen Kollegen über die Schienen – doch er ist schneller. „Vom Bahnsteig haben sie ihm mit der Gaspistole hinterhergeschossen“, sagt Edi Vogel vom GP Hohenems. Waffe am Kopf Um 22.15 Uhr bedrohen die fünf Jugendlichen zwei junge Burschen aus Göfis und Tisis beim Funpark Hohenems – in Cineplexx-Nähe – mit der Waffe. „Sie haben den beiden die Waffe am Kopf angesetzt“, heißt es bei der Gendarmerie. Wollten die arbeitslosen Jugendlichen Geld? „Nein, sie machten das nur für die ‚Action’“, so Ermittler Edi Vogel. Die beiden Opfer konnen flüchten, retteten sich ins Clubheim des VfB Hohenems. Der dritte Vorfall ereignete sich nur eine Viertelstunde später bei der Bahnunterführung.

„Zwei junge Kinogänger aus Schlins und Götzis wollten beim Automaten Fahrkarten lösen“, so Vogel. Die aggressive Clique taucht auf, pöbelt die Opfer an. Wieder bedrohen sie die Jugendlichen mit der Schreckschusspistole.

Flucht ins Krankenhaus
Der Götzner kann fliehen, doch einer der Angreifer rennt ihm nach, schießt auf ihn. „Glücklicherweise waren es Platzpatronen“, sagen die Gendarmen. Die anderen schlagen inzwischen den Schlinser zusammen. Der konnte sich mit Kopfverletzungen schließlich zum Taxistand flüchten – dort traf er auf seinen Götzner Freund. Zusammen retteten sie sich ins Krankenhaus. Damit noch nicht genug: Am nächsten Tag trafen sie erneut auf ihr erstes Opfer – den ehemaligen Kollegen. Wieder bedrohen Sie den verstoßenen Freund mit der Waffe, schießen in die Luft. Hinweisen aus der Bevölkerung ist es zu verdanken, dass die Jugendlichen jetzt vorläufig festgenommen werden konnten. Über das weitere Vorgehen entscheidet das Gericht.

Schreckschusspistolen
Bei den Waffen handelt es sich um Schreckschusspistolen (9-mm)Ab 18 Jahren frei erhältlich. Die Waffen können mit Gaspatronen geladen werden. Aus unmittelbarer Nähe abgefeuert, sind erhebliche Verletzungen möglich.

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