Ems befürchtet Verkehrsinfarkt

Hohenems - Nicht nur in Lustenau, auch in Hohenems regt sich massiver Widerstand gegen die von Wien vorgeschlagene Korridorvignette, weil eine Verschiebung des Verkehrsproblems befürchtet wird.

Bevor eine Entscheidung getroffen wird, will Bürgermeister Richard Amann konkrete Berechnungen und eine Simulation der Verkehrsströme, „denn ohne Daten kann keine seriöse Antwort gegeben werden“.

Bereits im Jänner 2006 sprach sich die Stadtvertretung gegen die Vignettenbefreiung auf der A 14 von Hörbranz bis Hohenems aus. Daran hat sich nichts geändert, lässt das Stadtoberhaupt wissen: „Jede verkehrserhöhende Maßnahme ist über die Emser Kreisverkehre nicht mehr abwickelbar.“

Derselben Meinung sind auch mehrere Teilnehmer des „VN“-Bürgerforums. Lothar Hämmerle bezweifelt, dass der überlastete Kreisverkehr vor dem Zollamt noch mehr Verkehr verkraften kann. Er rechnet deshalb mit mehr Autos, weil bekanntlich der kürzeste Weg zwischen den Autobahnen in Vorarlberg und der Schweiz über Hohenems führt.

Emser Politiker einig

Auch die Hohenemser Politiker stimmen in den Chor der Gegner der Korridorvignette ein. „Es kann doch nicht sein, dass Hohenems den Verkehr schlucken muss, den die Bregenzer nicht wollen“, schimpft der Grüne Walter Spiegel. Der Emsige Bernhard Amann glaubt, dass ein Verkehrsinfarkt in Hohenems auch ohne Korridorvignette nur eine Frage der Zeit ist. Die bestehende Mautpolitik ist für ihn ohnedies nicht nachvollziehbar: „Entweder gilt die Bemautung für alle Straßen, oder sie soll abgeschafft werden.“

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