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Eisschnelllauf: Claudia Pechstein offenbart Selbstmordgedanken

Claudia Pechstein hat in ihrer Autobiografie erstmals Selbstmordgedanken offenbart. Aus Verzweiflung über ihre Zwei-Jahres-Sperre wegen erhöhter Blutwerte hatte die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin im März 2009 daran gedacht, gemeinsam mit ihrem Ehemann Marcus Bucklitsch von einer Autobahn-Brücke zu springen, schrieb sie in ihrem Buch "Von Gold und Blut - Mein Leben zwischen Olymp und Hölle".
Eisschnelllauf: Claudia Pechstein

“Mir scheint eine schnelle und sichere Lösung die beste Option, um sich von dieser Welt zu verabschieden”, enthüllt die Berlinerin auf Seite 138 des Buches, dessen Vorabdruck der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Am Montag wird die Biografie in Berlin offiziell vorgestellt. “Ein Sprung, ein Sturz in die Tiefe, ein harter Aufprall. Und schon ist es vorbei”, schreibt sie weiter. Doch dann verfasst sie nach eigener Darstellung folgende SMS: “Wir sind gleich unterwegs und suchen uns eine Brücke.” Sie könne nicht sagen, warum sie diesen Satz in ihr Handy tippte und ihn an ihren Manager Ralf Grengel schickte. Wochen vor diesen finsteren Gedanken war sie mit den erhöhten Retikulozytenwerten bei der WM im norwegischen Hamar konfrontiert worden und der Weltverband ISU hatte Anklage gegen sie erhoben.

“Wenn die SMS wirklich ein Hilferuf war, kurz vor der Apokalypse, dann hat er seine Wirkung nicht verfehlt”, schreibt die 38-Jährige. “Was soll der Scheiß”, antwortet der Manager keine 30 Sekunden später. “Was heißt hier Scheiß? Es macht doch alles keinen Sinn mehr?”, klagt Pechstein. Doch Grengel blieb beharrlich, telefonierte mit ihr und soll damit das Schlimmste verhindert haben.

Am 8. Februar 2011 endet ihre Sperre. Danach will Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin ihre Laufbahn fortsetzen und bei der WM im März in Inzell starten.

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