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Eiskalter 13-jähriger Bandenchef

&copy BPD Wien
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Eine Gruppe Jugendlicher hat rund um den Wiener Stadtpark monatelang Kinder und Drogensüchtige terrorisiert, verprügelt und ausgeraubt. Der mutmaßliche Chef der Bande: 13 Jahre alt. Nicht haftbar.

Die Bande im Bild: Jugendliche Räuber in Wien I

Rund 40 Fälle haben die Burschen zugegeben – und zu diesen Zeitpunkten war der schlimmste aus der Bande erst 13 Jahre alt und damit strafunmündig, was er auch genau wusste und auskostete. Vier seiner Komplizen im Alter von 14, 16 und 17 Jahren wurden festgenommen.

Brutal und feige

Die Burschen sollen jeweils zu fünft, sechst oder siebent andere Jugendliche angehalten, bedroht und ihnen Handys, Bargeld und teilweise auch Bankomatkarten abgenommen haben. Mit Faustschlägen und Fußtritten – einige Opfer erlitten Prellungen oder Nasenbeinbrüche – erpressten sie die Bankomat-Codes und räumten die Konten leer. Die Mobiltelefone machten sie zu Geld.

Hasch

Mit der Beute finanzierten sie teilweise Haschischkäufe, sagte ein Ermittler der Kriminaldirektion 1 (Gruppe Borlak). Tatorte waren meist der Wiener Stadtpark, wo seit Jahren eine Drogenszene etabliert ist, und die Umgebung von Jugendtreffs am Donaukanal.

Polizei machtlos

Der Kopf der Jugendbande – mittlerweile hat er seinen 14. Geburtstag hinter sich – wandelt auf den Spuren eines Gleichaltrigen aus Wien, der erst am Dienstag im Straflandesgericht wegen sechs Raubüberfällen auf andere Teenager zu zweieinhalb Jahren unbedingter Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, meinen Kriminalisten. Auch dieser Bursch hatte schon mit 13 Jahren Überfälle – laut Polizei rund 150 – begangen, für die er wegen seines zarten Alters nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.

Der jetzt aufgeflogenen Jugendbande haben die Ermittler laut eigenen Angaben sieben Raubüberfälle definitiv nachgewiesen. Insgesamt 40 Taten seit Anfang März dieses Jahres geben die Burschen laut Polizei zu.

Sie hätten so etwas laufend gemacht, hätten sie in den Befragungen angegeben.

Zeugen und Geschädigte können sich unter der Rufnummer (01)31310/33630 melden.

Über den mutmaßlichen Anführer sagte ein Kriminalist: „Er hat genau gewusst, dass ihm auf Grund seines Alters nichts passieren kann. Jetzt ist das allerdings anders.“ Die Mutter habe über ihren Sohn gemeint: „Er tut, was er will.“ Der Bub besuche auch die Schule nur dann, wenn es ihm gefalle. Das Jugendamt war laut Polizei schon lange vor der Klärung der Überfälle eingeschaltet.

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