Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Eishockey-Juwel

Der in Baden bei Wien geborene Thomas Vanek ist mit seinen 19 Jahren bereits ein heiß begehrter Eishockey-Crack. Ihm winkt eine Karriere in der National-Hockey-League (NHL).

Auf seiner Universität in Minnesota bereits ein Held, steht der Österreicher mit dem Offensiv-Gardemaß (1,85 m groß, knapp 100 kg schwer) nun unmittelbar vor einer Karriere in der National-Hockey-League (NHL), der besten Liga der Welt. Am Samstag wurde Vanek in der ersten Runde des NHL-Drafts als Nummer fünf von den Buffalo Sabres ausgewählt und stellte damit “neuen österreichischen Rekord” auf.

Vanek ist ein Eishockey-Talent, wie es im Buche steht und das wohl überall gerne gesehen wäre. Schnelligkeit und Sicherheit am Puck sowie der unbedingte Zug zum Tor haben ihn zu einem Stammgast in den Notizbüchern der NHL-Scouts gemacht. Sollte es Vanek wirklich bis in die NHL schaffen, wäre er erst der zweite Österreicher nach Reinhard Divis (drei Spiele für St. Louis) auf NHL-Eis.

Dass Thomas für Österreich Eishockey-Werbung macht, ist zu einem nicht unwesentlichen Teil Greg Holst zu verdanken. Gerade als der slowakische Verband 2001 so richtig die Fühler Richtung Vanek ausstrecken wollte, berief ihn Nachwuchs-Teamchef Holst in der Kader für die U20-B-WM 2001 in Österreich und sicherte somit dem ÖEHV das “Jungjuwel”, dessen Eltern 1982 nach Österreich gekommen waren.

Begonnen hat der steile Vanek-Aufstieg so wie die Karrieren von NHL-Giganten Marke Wayne Gretzky, nämlich beim Pee-Wee-Turnier in Quebec, dem größten Nachwuchsturnier der Welt. Beim “Pee-Wee” 1998 schoss sich Vanek mit 21 Toren in 14 Partien als erster Österreicher ins All-Star-Team. Die Tür nach Amerika war damit offen, Vanek begann 1998/1999 bei den Lacoka Wolves in der AAA-Liga Kanadas (76 Tore, 36 Assists in 40 Spielen), wechselte dann 1999 zu den Rochester Americans und im Dezember 1999 schließlich in die höchste Junioren-Liga (USHL) zu den Sioux Fallas Stampede. 2001/2002 schoss sich der Steirer dort mit 46 Volltreffern und 91 Scorer-Punkten (jeweils Vereinsrekord) in die Klub-Geschichtsbücher, wurde zudem zum “MVP” des All-Star-Games gewählt und stand schließlich vor einer beneidenswerten Qual der Wahl.

Mehrere Unis wollten den Österreicher, Vanek entschied sich schließlich für Minnesota und die dortigen “Golden Gophers”. Als “freshman”, Student im ersten Jahr, machte sich Vanek gleich zum College-Superstar, indem er im Halbfinale und Finale jeweils die Entscheidungstreffer für die siegreiche Minnesota-University erzielte.

Der Traditionsbruch der Uni, die mit Vanek erstmals in ihrer Geschichte einen Europäer verpflichtet hatte, zahlte sich also mehr als aus – am Ende der Saison standen nämlich neben dem Uni-Titel noch 31 Tore, 31 Assists sowie die Ehrungen “Most outstanding Player” des Finalturniers sowie “Rookie of the year” auf der prall gefüllten Vanek-Visitenkarte.

Vanek war nach seinem Engagement bei den Buffalo Sabres überglücklich. “Mein Ziel war, in der ersten Runde gedraftet zu werden. Dass ich die Nummer fünf war, ist ein Traum. Als sie meinen Namen gesagt haben, war ich überglücklich”, freute sich der 19-Jährige. Ob er gleich in die NHL einsteigt, soll sich laut Vanek in den nächsten Wochen entscheiden.

Kommentare
Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.