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Eisenbahner sehen „Zeichen des guten Willens“

Bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hat sich nach den Protesten der vergangenen Tage das Klima merklich entspannt.

Nach der Einigung zwischen Vorstand und Gewerkschaft sprach der oberste Eisenbahner-Vertreter Haberzettl am Donnerstag von einem „Zeichen des guten Willens“ der Unternehmensleitung. Die Entwicklung der ÖBB verlaufe wieder auf vernünftiger Schiene, sagte Haberzettl zur APA.

Unternehmensleitung und Belegschaft hatten sich am Mittwochabend in den Kernpunkten der Diskussion geeinigt und eine Ausweitung des sozialen Dialogs vereinbart. Den Überstunden-Boykott bei den Lokführern und in den Werkstätten hat die ÖBB-Belegschaft damit am Donnerstag beendet. Die Gewerkschaft hatte vor allem einen massiven Überstunden-Überhang bei den Lokführern beklagt. Nun soll laut Haberzettl gemäß der Einigung die Zahl der Lokführer dank einer Erhöhung der Ausbildungsquote konstant gehalten werden. Statt derzeit 120 sollen zunächst jährlich 180 bis 200, später an die 300 Lokführer neu ausgebildet werden – genau so viele, wie das Unternehmen verlassen. Und: Die ausgelernten Lehrlinge sollen vom Unternehmen dann auch tatsächlich übernommen werden, so das Agreement.

Gleichzeitig wollte die Belegschaftsvertretung aber auch ein Reformpakt bekämpfen, mit dem das Management Lohnkosten senken und einzelne Unternehmensbereiche ausgliedern wollte. Wie Haberzettl am Donnerstag weiter erklärte, hat der Vorstand dieses Maßnahmenpaket nicht zurückgenommen. Dass die Ertragssituation verbessert werden müsse, sei klar. Man habe sich aber darauf geeinigt, dass zunächst alle denkbaren Schritte einer Marktoffensive unternommen würden, bevor der Vorstand über Maßnahmen auf Kosten des Personals nachdenke.

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