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Einleitung von verunreinigtem Grundwasser in Donau "unbedenklich"

Die Einleitung von verunreinigtem Grundwasser in die Donau sei unbedenklich, heißt es.
Die Einleitung von verunreinigtem Grundwasser in die Donau sei unbedenklich, heißt es. ©APA
Aufgrund der großen Verdünnung sei die Einleitung von verunreinigtem Grundwasser in die Donau "unbedenklich", verkündet die Bezirkshauptmannschaft am Montag. Bei einer festgestellten Gesamtmenge von 0,9 Gramm Clopyralid pro Tag sei eine Schädigung des Flusses auszuschließen.
Umweltbeschwerde angekündigt

Die von Global 2000 und Wiener Umweltpolitikern heftig kritisierte Maßnahme war am 26. November gestartet worden. Das eingeleitete Grundwasser werde rechnerisch im Ausmaß von 1:50.000 verdünnt, so die Bezirkshauptmannschaft (BH). Ein AGES-Gutachten zur Ökotoxikologie bestätige die Unbedenklichkeit bereits ab einer Verdünnung von 1:100. Das Abpumpen des Grundwassers sei – neben weiteren Sanierungsschritten – erforderlich, um eine weitere Ausbreitung der – durch den Pflanzenschutzmittelhersteller Kwizda-Agro verursachten – Verunreinigung in Richtung Langenzersdorf zu verhindern und damit Trinkwasserbrunnen zu schützen, wurde einmal mehr betont.

Verunreinigtes Grundwasser in der Donau

Die Einleitung werde durch regelmäßige Messungen an sieben Stellen überwacht. Das Monitoring habe bestätigt, dass die Mengen des Pestizids verschwindend gering seien – direkt unterhalb der Einleitung liegen sie bei unter 0,1 Mikrogramm und in der Donau unter der Bestimmungsgrenze, erläuterte Bezirkshauptfrau Waltraud Müllner-Toifl. Toxizitätstests für Algen, Leuchtbakterien und Daphnien würden keinerlei Auswirkungen zeigen.

Firma aus Korneuburg hält sich an Anordnungen

 Zwar habe es eine Überschreitung nach der Trinkwasserverordnung gegeben, es bestehe jedoch laut einem humantoxikologischem Gutachten der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) keine Gefährdung für die Gesundheit – selbst dann nicht, würde das verunreinigte Grundwasser als Trinkwasser verwendet. In Pflanzen aus Hausgärten seien keine Rückstände nachweisbar gewesen. Müllner-Toifl betonte erneut, dass die Sanierung ein ganzes Maßnahmenpaket umfasse, unter anderem seien bereits Reinigungsanlagen mit Aktivkohlen in Betrieb, Kontrollsonden im Einsatz, Sperrbrunnen aktiv und Dichtheitsprüfungen am Werksgelände erfolgt. Die Firma als verpflichtete Partei habe bisher alle Anordnungen umgesetzt. (APA)

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