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Eine Legende wird 50

ÖFB-Teamchef Hans Krnnkl rückte am Freitag in den "Fünziger-Klub" auf. Der "Goleador" feiert seinen 50. Geburtstag. | Interview

“Ich wer´ narrisch.” Mit diesen legendären Worten kommentierte der frühere ORF-Radio-Sportchef Edi Finger Sen. am 21. Juni 1978 live den unvergesslichen 3:2-WM-Triumph Österreichs in Argentinien über den regierenden Weltmeister Deutschland. Hans Krankl hatte sich mit seinen zwei Toren zum ersten Erfolg über den Nachbarn seit 47 Jahren zum Helden gemacht und ein Denkmal gesetzt.

Der FC Barcelona war schon vor der WM auf den Rapid-Buam aufmerksam geworden und holte für 12 Mio. S den europäischen Gold-Schuh-Gewinner, der in der Saison 1977/78 für die Grünweißen in Österreich bisher unerreichte 41 Meisterschaftstore erzielt hatte, nach Katalonien. Krankl schlug auf der iberischen Halbinsel ein wie seine Schüsse und Kopfbälle im gegnerischen Gehäuse. Er bombte sich gleich in seiner ersten spanischen Saison zum Schützenkönig (29), Cupsieger und als Krönung seiner kurzen, aber erfolgreichen Auslandskarriere zum Europacup-Gewinner der Cupsieger.

Auch wenn seine Sympathien noch heute Barca gehören, sein Herz schlug und schlägt stets für Rapid. Nachdem Vater Krankl seinen neunjährigen Sohn im unterklassigen Verein Straßenbahn Wien hatte einschreiben lassen, verpflichteten die Hütteldorfer den Stürmer 1965 für 25.000 S. Im Frühjahr 1971 gab Trainer Gerdi Springer dem Junioren-Goalgetter erstmals eine Chance in der Kampfmannschaft. 1974 machte sich Krankl erstmals zum Bundesliga-Schützenkönig (1974/36 Tore). 1976 feierte er den ersten Titel (Cup) mit Rapid, danach erhielt er die Kapitänsschleife, die er bis zu seinem Verkauf nach der WM-Endrunde 1978 trug.

Auf Argentinien folgte der Transfer nach Spanien, nach Differenzen mit Barca-Trainer Rife kam Krankl im Winter 1979/80 zurück nach Wien. Jedoch nicht zu Rapid (“zu teuer”), sondern zur Vienna. Im Herbst 1980 ging´s wieder nach Katalonien, doch musste Hans dort im Frühjahr 1981 dem deutschen Jungstar Bernd Schuster endgültig weichen. Krankl lehnte ein Angebot vom AC Milan ab und so griff Rapid zu und holte seinen “verlorenen Sohn” heim.

Es sollte eine der erfolgreichsten Perioden der grünweißen Historie werden. Mit Krankl als Hauptdarsteller auf dem Weg zu zwei Meistertiteln, drei Cupsiegen und ins Europacup-Endspiel der Cupsieger (1985). Im Winter 1986 trennten sich die Wege von Rapid und Krankl, der seine Karriere beim Sportclub, Kremser SC und SV Salzburg, dem er 88/89 mit seinen Toren zum Aufstieg in die Elite-Liga verhalf, ausklingen ließ.

Der Wechsel vom Spieler zum Trainer war gleitend in Dornbach als Spielertrainer erfolgt. Ab Herbst 1989 war Krankl dann nur noch als Trainer im Einsatz. An seine Erfolge als Spieler kam er jedoch bisher noch nicht heran. Rapid, VfB Mödling (zwei Mal), FC Tirol, SV Gerasdorf, SV Salzburg, Fortuna Köln und Admira Mödling waren seine bisherigen Stationen als Klub-Feldherr. Seit Jänner 2002 ist Johann K. ÖFB-Teamchef.

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