Ein Platz für Bregenzer und Gäste

Der "neue" Kornmarktplatz soll ein Zentrum sein, das "lebt". Darin waren sich die Teilnehmer beim "VN"-Stammtisch am Donnerstag einig.

Über das “Wie” schieden sich aber die Geister.

Der erste Vorschlag kam schon vor Beginn des Stammtischs: „Warum gehen wir nicht ins Freie…?“ Angesichts des hochsommerlichen Wetters keine schlechte Idee, der weitere folgten, über die nachzudenken sich sicher lohnt.

Einfach wäre es nicht gewesen, für den Stammtisch Platz im Freien zu finden, denn das Problem, das die Diskussion wie ein roter Faden durchzog, war rasch gefunden: der ruhende Verkehr.

Wie viel Blech nötig?

Schon bei den Statements am Podium begann der „Glaubenskrieg“ um die Parkplätze. Die WIGEM und besonders Gastronomen und Geschäftsleute am Kornmarkt vertraten vehement den Standpunkt, ohne Kundschaft, die mit dem eigenen Auto kommt, ginge es nicht. Dem hielt vor allem Dr. Gernot Kiermayr vom Grünen Forum entgegen, „dass man die teure Tiefgarage am Hafen damit gerechtfertigt hat, dass dann der Kornmarkt autofrei gemacht werden könne“.

Autofrei wäre auch für StR Werner Karg ein Wunschziel, doch „das wird wohl nicht zu machen sein“.

Den Erfolg ihrer Unterschriftenaktion führte Gerti Ettenberger vor allem darauf zurück, dass „die Bevölkerung Angst hatte, es würde wieder ein Platz wie der Leutbühel entstehen“.

Zu früh präsentiert

FPÖ-Stadtvertreter Toni Salzmann, der auch der Fachjury angehörte, klärte einige Missverständnisse auf. „Man ist mit den Informationen zu früh in die Öffentlichkeit gegangen, der Wettbewerb war ein Ideenwettbewerb, den man vor der Präsentation diskutieren hätte sollen.“

Zum Diskutieren sieht SPStadtrat Michael Ritsch noch „jede Menge Zeit“, denn „der Kornmarkt funktioniert so wie er ist. Da kann man ruhig zuwarten, bis die Museumsentscheidung gefallen ist. Wichtiger wäre für mich, über den Parkplatz auf dem Seestadtareal nachzudenken und eine Lösung zu finden.“

Eiliger hat es Bürgermeister Markus Linhart. „Machen wir es jetzt, denn wer stillsteht, fällt im Wettbewerb zurück.“ Allerdings: „Entschieden ist nichts, wir sind für jeden guten Vorschlag offen.“

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