Ein Festival will hoch hinaus

Hohenems - "Homunculus" hat die kleine Kunst groß gemacht. Und das soll sie auch bleiben. Kaum ist das Festival in Hohenems eröffnet, will man auch schon hoch hinaus.  |

Jedenfalls behinderte am Sonntagnachmittag kein noch so starker Frühsommerwind das höchst imposante Vorhaben des Schweizer Künstlers Georg Traber.

Mit viel Körpereinsatz, Holzstangen, Schnüren und Geist baute und bekletterte er auf dem Areal der Otten Gravour einen Zehnmeterturm. Die spannende Sache war für manche Besucher vielleicht etwas zu meditativ gestaltet, aber immerhin, Artistik kommt eben nicht nur temporeich daher, sondern mitunter auch sehr philosophisch.

Am Sonntagabend drehte die britische Gruppe Green Ginger dafür wieder laut, bissig und kabarettistisch auf. Und so soll es bei „Homunculus“, wie Organisator Reinhard Bachmann versichert, auch weitergehen.

Für den künstlerischen Leiter Pavel Möller-Lück ist es die letzte Saison in Vorarlberg, in der er vor allem mit den Stars der deutschen Szene (Theater Laboratorium, Theater Handgemenge . . .) etc. aufwartet.

Doch Homunculus bleibt international. Nachdem der Samstagabend Neville Tranter mit seinem mysteriös-genialen „Vampyr“ gehörte, gibt es am Dienstag ein Lustspiel mit dem bulgarischen „Merak“-Theater.

Nächste „Homunculus“-Aufführungen in Hohenems am 15. Mai, 9.30 und 11 Uhr, Theater Laboratorium (Bücherei); 10.30 Uhr und 15 Uhr, Theater en gros et en detail (Otten Gravour), 20 Uhr, Two Hands Theatre (Otten Gravour). Das Festival dauert bis 19. Mai. Am Samstag, 15 Uhr, tritt die Österreicherin Karin Schäfer auf. Zum Abschied lädt man zu einem Russenball mit dem Leschenko-Orchester. Hotline: 0699/10521204

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