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"Drogenlagerist" muss in den Knast

Die Wohnung eines Harder Frühpensionisten (43) war das Drogen-depot für acht Drahtzieher aus der internationalen Drogenszene. Nun musste sich der Harder vor Gericht verantworten.

Acht Drahtzieher aus der internationalen Drogenszene wurden im September in Vorarlberg dingfest gemacht. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Nun musste sich ein Harder (43) vor Gericht verantworten. Seine Wohnung war das Drogendepot. Neben 1,5 Kilo Kokain, rund 9000 Stück Ecstasy-Pillen, 300 Gramm Heroin, 100 Gramm Speed und 30 Gramm Rohopium lagerten knapp 50 Kilo Cannabisprodukte in der Wohnung des Frühpensionisten.

Importiert wurden die Suchtmittel aus Holland. In Autoreifen versteckt, als Bohnen oder Erbsen in Konservendosen getarnt – so gelangte die Ware unbemerkt ins Land. Mittels Telefonüberwachung kam man dem HIV-infizierten Frühpensionisten auf die Spur. Ein ganzer Ordner Telefonaufzeichnungen belegt den emsigen Handel.

Reich geworden ist der Harder durch die Beteiligung an den krummen Geschäften nicht. Eigentlich war der Mann durch seine Krankheit mit den beiden Männern, die seine Wohnung als Lager mieteten, in Kontakt gekommen. Der Aids-Kranke wollte seine Schmerzen mit Drogen lindern. “Mit zehn Gramm Cannabis pro Tag konnte ich meine Beschwerden vergessen”, sagte der Drogenabhängige vor Gericht aus. Für die Aufbewahrung erhielt der bisher Unbescholtene die benötigten Drogen “gratis”, 200 Euro gab’s zusätzlich. Dafür half er beim Umpacken.

Keine Therapie

Mit dem Überschreiten der “Dreijahresgrenze” kann der Verurteilte keine Therapie anstatt einer Strafe machen. Von den dreieinhalb Jahren muss er mindestens die Hälfte, vermutlich aber zwei Drittel absitzen. Hinzu kommt eine Geldstrafe: 7.730 Euro. “Es handelte sich um horrende Mengen Rauschgift”, sagte Richter Wilfried Marte in der Begründung. Das Urteil, das bei einem Strafrahmen bis zu 15 Jahren dennoch milde ausgefallen ist, ist noch nicht rechtskräftig.

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