Drogenbande füllte Stofftiere ab

Symbolfoto
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Sogar Polizei-Profis waren erstaunt: Drogenbande in Wien transportierte Heroin in Stofftieren - 18 Personen festgenommen - Rund 400.000 Euro umgesetzt.

Ein 18-köpfiger Drogenring ist während der vergangenen vier Monate von der Wiener Polizei gesprengt worden: Die nigerianische Bande soll insgesamt 8,5 Kilogramm Heroin und Kokain an Straßenhändler weiterverteilt haben, sagte Andreas Wolf von der Kriminaldirektion 1 am Dienstag. Für den Transport der Drogen durch die Stadt wählten sie eher ungewöhnliche Mittel, erklärte der Kriminalist. Sie schnitten Stofftieren den Bauch auf und platzierten die abgepackten Suchtgiftportionen darin.

Asylwerbern im Alter von 20 bis 25 Jahren
Laut den Erhebungen der Polizei dürfte die Gruppe, die aus Asylwerbern im Alter von 20 bis 25 Jahren bestand, schon mindestens neun Monate ihren Geschäften in Wien nachgegangen sein. Mit dem Verkauf der Drogen verdienten sie rund 400.000 Euro, schätzte Wolf. Aufmerksam waren die Kriminalisten auf die Bande durch vorangegangene Amtshandlungen geworden, bei denen Hinweise auf diese Struktur auftauchten. Die 18 Haupttäter wurden von Jahresbeginn bis Mai Schritt für Schritt festgenommen und sofort dem Gericht eingeliefert. Gegen 41 Straßenhändler wurde Anzeige erstattet. Erst jetzt konnten die umfassenden Ermittlungen abgeschlossen werden, erklärte Wolf.

Laut Wolf hat die Tätergruppe in der Wiener Drogenszene keine unwichtige Rolle gespielt: Sie versorgten demnach die Suchtgiftszene im Bereich der U3-Stationen Schlachthausgasse und Erdberg. Die Art und Weise, wie die die Kuriere ihre Portionen versteckten – sichergestellt wurde unter anderem ein Stofflöwe – verwunderte offenbar selbst routinierte Drogenfahnder: „So etwas habe ich auch noch nie gesehen“, zeigte sich Wolf erstaunt. In die Kuscheltiere wurden jeweils 200 bis 500 Gramm eingenäht, erklärte er. Sichergestellt wurden neben zahlreichen Stofftieren 1,5 kg Heroin und Kokain und rund 9.000 Euro Bargeld.

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