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Drei Monate Essverbot in der Wiener U6: Das sagen die Fahrgäste

Die Fahrgäste der U6 nehmen das Essverbot sehr gut an.
Die Fahrgäste der U6 nehmen das Essverbot sehr gut an. ©Wiener Linien/Thomas Jantzen
Seit dem Start des Essverbots in der Wiener U6 mussten bislang nur 61 Fahrgäste darauf hingewiesen werden. Zudem lässt sich in punkto Sauberkeit ein deutlicher Unterschied erkennen, denn der Müll in den Waggons ist spürbar weniger geworden.
Generelles Essverbot in U-Bahnen
Bei Verstoß vorerst keine Strafen

Was in anderen Städten der Welt längst Alltag ist, gibt es in Wien seit genau drei Monaten: Ein Essverbot in der U-Bahn, genauer gesagt in der U6. Ab dem 15. Jänner wird die Maßnahme auf die anderen U-Bahn-Linien ausgeweitet.

Fahrgäste nehmen Essverbot in der U6 sehr gut an

Die Wiener Linien ziehen nach den ersten drei Monaten eine positive Bilanz: Seit dem 1. September mussten von den Sicherheits- und Servicemitarbeitern der Wiener Linien nur 61 Fahrgäste darauf hingewiesen werden, dass das Essen in den Zügen der U6 verboten ist – bei 250.000 Fahrgästen täglich auf der U6 ein verschwindend kleiner Anteil.

“Sehr viel positives Feedback, kaum essende Fahrgäste und saubere U-Bahn-Züge: das Essverbot und die breite Info-Offensive haben gewirkt. Das macht uns zuversichtlich, dass auch die Ausweitung auf die anderen U-Bahn-Linien Mitte Jänner gut angenommen wird. Denn es geht um Rücksichtnahme und das Miteinander in den Öffis”, ist Öffi-Stadträtin Ulli Sima überzeugt.

Strafen bei Verstoß derzeit nicht angedacht

An Strafen ist aktuell nicht gedacht, da sich die Fahrgäste an die Spielregeln halten und der Großteil sich bislang, bei Aufforderung durch die Mitarbeiter der Wiener Linien, sofort einsichtig zeigt. “Wer will schon den Geruch einer Leberkässemmel in der überfüllten U-Bahn oder mit Nudeln oder Ketchup verschmutzte Sitze”, so Sima, die sich an dieser Stelle bei den Fahrgästen für ihre Mithilfe bedankt.

Sie betont, dass die Mitarbeiter der Wiener Linien stets mit Fingerspitzengefühl vorgehen und niemand einem Kleinkind ein Kipferl oder einen Apfel wegnehme.

Seit Juli 2018 wandten sich über 1.000 Fahrgäste per Mail, telefonisch oder persönlich an den Kundendienst der Wiener Linien. Der überwiegende Großteil waren positive Rückmeldungen oder Fragen zum Essverbot. Die Wiener Linien gaben Antworten auf Fragen wie “Welche Speisen sind nicht mehr erlaubt?”, “Auf welchen Linien gibt es das Essverbot?” oder “Sind Kinder oder DiabetikerInnen ausgenommen?”. Im November gab es nur mehr vereinzelt Anfragen zum Thema Essverbot.

Essverbot sorgt für saubere U-Bahn-Züge

Auch in punkto Sauberkeit lässt sich ein deutlicher Unterschied erkennen. Der Müll in den Waggons ist spürbar weniger geworden. Die Reinigungskräfte müssen weniger Essensreste auf Sitzen oder Böden einsammeln, sie beobachten auch weniger liegengelassene Verpackungen, was zu einer Reduktion der Reinigungskosten führt.

Im letzten Jahr hat die Reinigung der U6-Züge 470.000 Euro gekostet, im ganzen U-Bahn-Netz sind es über zwei Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt sammeln sich in den Zügen und in den Stationen jedes Jahr 54 Millionen Liter Müll an. “Wir stellen durch das Essverbot eine deutliche Reduktion des anfallenden Mülls fest. Jeder Euro, der beim Reinigen eingespart wird, kann in modernere Züge oder Stationen investiert werden und kommt letzten Endes den Fahrgästen zugute”, sagt Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl.

(Red)

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