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Draisinenrennen im Wiener Prater

Draisinenrennen in Wien 2
Draisinenrennen in Wien 2 ©APA
Am Sonntag erlebte Wien des erste Draisinenrennen Österreichs. Auf den Gleisen der sonst so beschaulichen Liliputbahn im Wiener Prater gingen acht Teams aus Wien und Niederösterreich mit selbst gebauten Draisinen an den Start. Video:

Bekannt sind die Gefährte aus Wild-West-Filmen. Sie sind vierrädrige Schienenfahrzeuge, die von zwei Personen im Stehen mit einem Handhebel betrieben werden. Teilnehmen am Rennen konnte jeder ab acht Jahren. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Wiener Pfadfindern.

Die Draisinen wurden auf die schmalen Schienen der Liliputbahn im Wiener Prater gestellt. Nacheinander versuchten die Teams die eineinhalb Kilometer lange Rennstrecke so schnell wie möglich zurückzulegen. Dabei erreichten sie Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 30 Stundenkilometern. Bewertet wurde von der Jury aber nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Kreativität und Konstruktion des Gefährts. Rund 500 Zuschauer verfolgten das Spektakel am Rande der Rennstrecke.

Beim Bau der Draisinen konnten die Teams ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Einzige Regeln: Die Gefährte durften nicht schwerer sein als 80 Kilogramm, mussten einen vorgeschrieben Achsenabstand einhalten und mit einer Handkurbel angetrieben werden. Rein optisch galt: Je auffälliger desto besser.

Die Draisine eines Wiener Teams sah zum Beispiel aus wie “Kitt” aus der bekannten Fernsehserie “Knight Rider”. Als Topfavorit galt eine Pfadfindergruppe aus Ybbsitz in Niederösterreich. Ihr Wagen wurde aufwenig gestaltet und hatte die Form eines Drachen. Doch sie schaffte es nicht ins Ziel. Die Antriebskette riss während des Rennens.

Wlhallaexpress

Gewinner war die Pfadfindergruppe 27 aus Wien-Leopoldstadt mit dem “Walhallaexpress”, einer Draisine in Form eines Wikingerschiffes. Als Preis erhielt sie 500 Euro. “Für den Bau unserer Draisine sind viele Stunden drauf gegangen”, erinnerte sich “Siegerpilot” Markus Roberti. Er und sein Team haben seit Herbst am Gefährt gebastelt. Nach der ersten Trainingsfahrten habe es ganz und gar nicht nach Sieg ausgesehen: “Nichts hat gepasst, wir mussten sogar unser Fahrzeug umbauen, weil es schwerer als die erlaubten 80 Kilogramm war.”

Obwohl es lustig aussah – anstrengend war das Rennen allemal. Viele Piloten hatten nach der Runde auf der eineinhalb Kilometer langen Strecke ein rotes Gesicht und schwitzten. “Wir sind das erste Mal durchgefahren. Beim Training haben wir alle 50 Meter eine Pause gemacht, weil es so anstrengend war”, sagte Luca Pivetz, einer der Teilnehmer. Die Veranstalter planen im kommenden Jahr eine Neuauflage des Rennens im Wiener Prater.

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