Dornbirner Krippenmuseum öffnete seine Türe

Am 1. Mai öffnete das Krippenmuseum im ehemaligen Ross-Stadel im Gütle seine Pforten. Auf zwei Etagen präsentiert das Museum eine einzigartige Schau.

„Intensive 4500 Arbeitsstunden, in denen 33 Vereinsmitglieder wunderbar zusammenarbeiteten“ beschrieb Armin Wohlgenannt den Bauverlauf der vergangenen Monate. Bis zu 80 Krippen präsentieren sich in den Schaukästen, auf 380 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Das Erdgeschoss ist für Sonderausstellungen gedacht und zeigt derzeit 26 Krippen von Vereinsmitgliedern.

„Auch Gründungsmitglied Alfons Denifl oder der Lustenauer Hans Vetter, einer der besten Krippenbauer Vorarlbergs, sind vertreten“ erzählt Museumsleiter Armin Wohlgenannt. „Man muss sich Zeit nehmen für einen Rundgang im Museum. In der Vielfalt der Krippen gilt es viele Details und Besonderheiten zu entdecken“ betont Obmann Alois Rinderer und zeigt eine Spiegelkrippe, die durch ihre optische Täuschung und Tiefenwirkung fasziniert. Krippen und Figuren aus vier Kontinente sind im Obergeschoss ausgestellt. Es sind einzigartige Unikate, die in der bald 80jährigen Vereinsgeschichte durch weltweite Kontakte ihren Weg nach Dornbirn fanden. Wer Museumsleiter Wohlgenannt bei einer Führung zuhört, macht eine Abenteuerreise zu vielen Völkern und Kulturen, von Uganda, Brasilien bis hin zu Lappland. Hier liegt das Jesuskind im Zelt, im „Komato“, der Hängewiege. „Pater König vermittelte uns Handwerkskunst aus China und Chara Cuena Santo Brandao fertigte in den Azoren eine aus Meeresmaterialien gefertigte Krippe“ erzählt Wohlgenannt über interessante Begegnungen und einzigartige Handwerkskunst um die ihn jeder Sammler oder Museumsleiter beneidet.

Zu bewundern gilt es auch die essbare Gelatine-Zuckerkrippe, die Lehmkrippe, eine Bergkristallkrippe oder gar eine Kastenkrippe aus dem Jahre 1812. „Die Krippenszene ist groß. Nach Italien pflegen wir sehr enge Kontakte. Viele Vereine haben sich in den nächsten Wochen für einen Besuch angesagt“ ist Wohlgenannt stolz und betont, dass der Besuch in diesem Museum ein Erlebnis sein soll. Deshalb werden an den Wochenenden „Krippeler“ ihre Handwerkskunst an einer Werkbank vorführen und auch Figurenschnitzer an der Arbeit zu bewundern sein.

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