Doppelte Goldambitionen

Die Europameister Markus Rogan und Mirna Jukic schwimmen am Samstag bei den 27. Europameisterschaften in Madrid innerhalb von sieben Minuten um Gold-Medaillen.

Rogan zog am Freitag über 200 m Rücken in 2:00,07 Minuten 82/100 Sekunden hinter dem Rumänen Razvan Florea als Zweiter in den Endlauf (17:42 Uhr) ein, Jukic qualifizierte sich über 200 m Brust in 2:28,55 mit 1,47 Sekunden Vorsprung als Schnellste für das Finale (17:47). Lukas Ostermaier hielt sich auf der langen Rücken-Distanz als Neunter toll.

Jukic steigerte sich im Vergleich zum Vorlauf zwar nur um 7/100 Sekunden, hatte ihre Konkurrenz aber dennoch sicher in Griff. Die zweitplatzierte Slowenin Alenka Kejzar und die Schwedin Sara Larsson hielten jedoch lange mit der Titelverteidigerin mit, ehe diese im Finish Ernst machte. „Das war schon okay! Es ist halt ein Semifinale und man weiß, man kommt weiter. Aber im Finale werde ich von Anfang an volle Pulle schwimmen”, deutete Jukic Reserven an.

Nachdenklich war Rogan, nachdem er sich im Gegensatz zum Vorlauf gar nicht gut gefühlt hatte. Da war er um 24/100 schneller gewesen und hatte danach angekündigt, im Semifinale eine Zeit schwimmen zu wollen, mit der er ins Olympia-Finale kommen könnte. Dem war dann nicht so. „Das war unglaublich schlecht, ich weiß nicht warum. Da muss ich schauen, was man da noch machen kann, was da los ist”, meinte der 22-Jährige ungewöhnlich kurz angebunden, ehe er zu seinem Trainer Robert Michlmayr eilte. Mit ihm wollte der 200-m-Lagen-Titelträger den Lauf analysieren, um einen Grund für den leichten Einbruch zu finden bzw. möglichst die angestrebte zweite Gold-Medaille bei diesen Titelkämpfen zu gewinnen.

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