Diskussion ums Rauchen: Karmasin will Altersgrenze für Tabakkonsum anheben

Karmasin regte ein Rauchverbot für Unter-18-Jährige an
Karmasin regte ein Rauchverbot für Unter-18-Jährige an ©APA
In der derzeit vorherrschenden Diskussion um ein Rauchverbot in der Gastronomie und die Senkung der Zahl der jungen Raucher hat Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) ein Tabakverbot für Jugendliche angeregt. Rauchen soll erst ab 18 Jahren erlaubt sein.
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Karmasin wolle mit Experten und den für Jugendschutz zuständigen Bundesländern ein Verkaufsverbot für Unter-18-Jährige diskutieren, sagte sie dem “Kurier” (Dienstagsausgabe). Derzeit ist Rauchen ab 16 Jahren erlaubt.

Hohe Zahl junger Raucher in Österreich

“Österreich ist leider einer der EU-Staaten, in dem am meisten junge Menschen rauchen. Aus diesem Gesichtspunkt heraus müssen wir mit der Gesundheitsministerin und Experten überlegen wie man die Prävention und Aufklärung verstärken kann”, erläuterte Karmasin im “Kurier”. Jetzt gehe es aber einmal darum, das allgemeine Rauchverbot in Lokalen umzusetzen, hielt die Familienministerin fest. Das Thema wird am (morgigen) Dienstag im Ministerrat behandelt.

Mitterlehner erteilt höherer Altersgrenze Absage

Die Altersgrenze für den Kauf von Zigaretten wird sich wohl in nächster Zeit nicht ändern: Vizekanzler und ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner findet es “nicht notwendig”, hier anzusetzen, wie er am Dienstag im Pressefoyer nach dem Ministerrat sagte.

Mitterlehners Parteikollegin Familienministerin Sophie Karmasin hatte angeregt, über ein Verkaufsverbot für Unter-18-Jährige zu diskutieren. Man müsse nicht immer auf Verbote setzen, erteilte Mitterlehner dieser Idee allerdings einen Korb. Man könne Jugendlichen nicht das volle Wahlrecht ab 16 geben und gleichzeitig sagen, dass sie nicht rauchen dürften. Stattdessen müsse man auf Aufklärung setzen, meinte der ÖVP-Chef.

Faymann für Nichtraucher-Verstärkung

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) findet hingegen, dass alle Punkte, die das Nichtrauchen stärkten, diskutierenswert wären. Eine Entscheidung über ein höheres Alter oder auch höhere Zigarettenpreise gebe es aber nicht, sagte er im Pressefoyer. Fest stehe aber, dass es seitens der Gesundheitsministerin eine Kampagne von Jungen für junge Menschen zum Thema Nichtrauchen geben werde.

Bezüglich des angestrebten allgemeinen Rauchverbots in Lokalen soll es laut Mitterlehner übernächste Woche Gespräche mit Hotellerie und Gastronomie geben. Auch er wünsche sich, wie die Gesundheitsministerin, einen Parlamentsbeschluss noch vor dem Sommer.

(apa/red)

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