"Die Zukunft ist weiblich"

"Mehr Frauen in allen wichtigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Bereichen des öffentlichen Lebens sowie volle Unterstützung und Solidarität sind notwendig, um dem Ziel Chancengleichheit für Frauen in allen Lebensbereichen auch heuer wieder ein Stück näherzukommen." Das betonte Landesrätin Greti Schmid vor rund 300 Teilnehmerinnen beim schon traditionellen Neujahrsempfang für Frauen am Mittwoch, 16. Jänner 2013, in Götzis.


Dazu gehört etwa ein verpflichtendes Pensionssplitting, um für Frauen, die sich auch nach der Karenzzeit ausschließlich der Kindererziehung widmen oder in Teilzeit arbeiten, einen Ausgleich zwischen der eigenen niedrigen Pension und der höheren des Mannes zu schaffen. Auch im Hinblick auf die deutlichen Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern gebe es nach wie vor großen Handlungsbedarf. So werde die Abwesenheit durch Karenz oftmals bei automatischen Gehaltsanpassungen nicht berücksichtigt. Das trifft vor allem die Frauen, weil meist sie die Karenzzeit in Anspruch nehmen.

Positive Auswirkungen auf die Pension wären laut Schmid mit der Schaffung eines Bonussystems zu erzielen, wenn Frauen und Männer dadurch die Möglichkeit nützen können, auch über das Pensionsalter hinaus zu arbeiten. Einen weiteren Eckpunkt sieht sie in der Schaffung von entsprechenden Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz, um speziell Frauen in der zweiten Lebenshälfte bessere Chancen zum Erwerb von Pensionszeiten zu ermöglichen. Eine wesentliche Forderung Schmids ist zudem die bessere Bewertung von Familien- bzw. Erziehungsarbeit in der Gesellschaft durch Anerkennung von vier Jahren pro Kind bei der Pensionsbemessung.

Den Festvortrag des Frauen-Neujahrsempfanges hielt die Motivforscherin Sophie Karmasin zum Thema “Zukunft ist weiblich”. Über die passenden Strategien dazu sagte Karmasin, dass Frauen Produktinformationen anders aufnehmen, in anderer Form über Produkte sprechen und Produkte mit speziellen Profilen bevorzugen. Frauen schätzen sich selbst als moderner ein, als Männer, wobei sich Frauen in erster Linie durch Unabhängigkeit auszeichnen. Hinzu komme noch ein breiter Trend, der in der Werteforschung nachgewiesen werden kann: Wertebündel wie Verantwortung, Dialog, Transparenz werden eindeutig als “weiblich” klassifiziert und sie werden der Zukunft zugeordnet. “Männliche” Werte wie Erfolg, Gewinn, Schnelligkeit werden eher der Vergangenheit zugeordnet. Unternehmen, die sich gezielt mit ihrem Produkt- und Service-Angebot auf die “weibliche Zukunft” einstellen, werden demnach überdurchschnittliche Erfolge erzielen, so Karmasin.

Rückfragehinweis:
Landespressestelle Vorarlberg
Tel.: 05574/511-20137, Fax: 05574/511-920196
mailto:presse@vorarlberg.at
http://www.vorarlberg.at/presse

Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/16/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***

OTS0233 2013-01-16/19:00

  • VIENNA.AT
  • VIENNA.AT
  • "Die Zukunft ist weiblich"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen