"Die Neger" bei den Wiener Festwochen: Autoren ärgert "Hysterie"

Vor Beginn der Wiener Festwochen sorgt das Stück "Die Neger" für Kontroversen.
Vor Beginn der Wiener Festwochen sorgt das Stück "Die Neger" für Kontroversen. ©APA
Die IG Autoren ärgert sich über die Forderungen, das Stück "Die Neger" von Jean Genet bei den heurigen Wiener Festwochen abzusetzen. Der Protest zeuge von einem neuen "Ungeist", heißt es in einer Aussendung. "Wer nicht von vornherein klar und deutlich zu erkennen gibt, dass er auf der 'richtigen' Seite steht, wird automatisch verdächtigt, zu diskriminieren", so die Autoren.
Protest gegen "Die Neger"
Highlights der Festwochen

“Das blindwütige Hinschlagen auf Texte und Inhalte, die sich künstlerisch mit konfliktbeladenen Themen beschäftigen, im Namen einer zur Hysterie abgedrifteten ‘political correctness’, die wütet, ohne sich auf den Kontext einzulassen, macht das kulturelle Miteinander, die seriöse Auseinandersetzung mit Rassismus nicht einfacher, ganz im Gegenteil, sie wird verhindert”, ärgerte sich Geschäftsführer Gerhard Ruiss. Die IG Autorinnen Autoren unterstütze deshalb die Absicht der Festwochen, “Die Neger” aufzuführen.

Absetzung des Stücks gefordert

Via Facebook war eine Petition mit dem Titel “Schwarze Menschen in Europa gegen Aufführung des Theaterstücks ‘Die N****’ von Johan Simons” veröffentlicht worden. In der vom Wiener Verein Pamoja initiierten und von 19 europäischen Vereinigungen unterzeichneten Petition wird – wie berichtet – die Absetzung des Stücks vom Spielplan gefordert. (APA)

Mehr Infos rund um die Wiener Festwochen finden Sie in unserem Special.

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