Die Ballsaison steht vor der Tür

Symbolfoto |&copy APA
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„Eins-zwo-drei, Eins-zwo-drei“ - mit Faschingsbeginn stimmen sich die Wiener langsam wieder auf die Ballsaison ein. Allein in der Hofburg werden bis März 16 Ballveranstaltungen über die Bühne gehen.

„Im Jahr 2006 erwartet uns eine lange Ballsaison“, so das Hofburg Kongress Zentrum in einer Aussendung – auch steigende Besucherzahlen erwarte man. Die Renner auf den Tellern der Tanzwütigen verändert sich laut Hotel Intercontinental aber nicht:
Sacherwürstel und Sekt munden nach wie vor am Besten.

Besucher von rund 500 Wiener Traditionsbällen in insgesamt 30 Jahren hat das Intercontinental schon kulinarisch versorgt. Pro Ballsaison – das sind für das Catering-Unternehmen etwa 15 Veranstaltungen – werden in der Küche über 2.000 Stunden für die Vor- und Zubereitung der Speisen aufgewendet. Nach wie vor rangieren Sacherwürstel und Gulaschsuppe unter den Bestsellern. Allein in der Ballsaison 2005 wurden in der Wiener Hofburg 7.300 Stück Würstel verzehrt. Getrunken wurden dazu etwa 3.535 Flaschen Sekt und 13.500 Bier. Immer mehr Ballgäste hantieren auch mit Stäbchen: Mit 857 verkauften Portionen ist „Sushi“ der viertbeliebteste Snack.

International ist nicht nur das Angebot der Speisen, sondern auch die Herkunft der Gäste bei den Hofburg-Bällen: Im Durchschnitt stammen 20 Prozent der Besucher aus dem Ausland. „Die Veranstalter sind sehr daran interessiert, diesen Trend weiter auszubauen“, hieß es am Freitag. Der 36. Kaiserball zu Silvester bildet den Auftakt der Hofburg Ballsaison und eröffnet das Mozartjahr 2006. Dieses Ereignis spiegelt sich auch im Motto des Balls wider: „Musik im Geiste Mozarts“ und eine „Mozart-Lounge“ werden den Gästen etwa geboten. Erstmals heißt es auch in der Hofburggalerie „Alles Walzer“.

„Auch wenn es im Ballgetümmel oft heiß hergeht, dürfen Herren sich auf keinen Fall des Sakkos und Mascherls entledigen – solche Garderobefehler zerstören die Ballatmosphäre“, meinte Etikette-Experte Thomas Schäfer-Elmayer, der Tipps für „vergnügliche Ballnächte“ gab. Die Garderobe müsse noch vor Weihnachten auf Vordermann gebracht werden. Außerdem auf der To-Do-Liste: „Termine buchen: Friseur, Restaurant, Tanzstunden etc.“ Der Dancing-Stars-Juror riet auch von Rauchen und Trinken auf der Tanzfläche ab – das sei „schlicht unhöflich. Auch Kaugummis passen nicht zur Wiener Balltradition“, erklärte Elmayer.

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