Diagonale 2013: Ulrich Seidls "Paradies"-Trilogie als Gesamtwerk

Diagonale 2013 zeigt Ulrich Seidls "Paradies"-Trilogie als Gesamtwerk
Diagonale 2013 zeigt Ulrich Seidls "Paradies"-Trilogie als Gesamtwerk ©APA
Das Filmfestival Diagonale gibt den Filmen von Ulrich Seidl heuer ausreichend Raum. Seine "Paradies"-Triologie wird als Gesamtwerk gezeigt.
Seidl nicht auf der Viennale
Preisregen Seidl

Das österreichische Filmfestival Diagonale ist heuer stark von Ulrich Seidl geprägt: Bei der Eröffnung am 12. März in der Grazer Helmut-List-Halle steht “Paradies: Hoffnung” auf dem Programm, zu einem späteren Zeitpunkt werden dann – wie am Rande der heurigen Berlinale – alle drei Filme hintereinander zu sehen sein. Spezialprogramme gibt es zu den Arbeiten von Josef Dabering, Michaela Grill, Dominik Graf und Paul Czinner.

Diagonale widmet sich Seidl

“Wir machen gerade die Endauswahl, aber die großen Tendenzen stehen fest”, erklärte Diagonale-Intendantin Barbara Pichler bei der Pressekonferenz am Donnerstag in Graz. Der Auftakt des Festivals steht ganz im Zeichen von Ulrich Seidl: Passend zum Eröffnungsfilm geht der Große Diagonale-Schauspielpreis heuer an Maria Hofstätter, die in Seidls “Paradies: Glaube” spielt. Den Festivaltrailer gestaltet Josef Dabernig, der gleichzeitig für eine Ausstellung im Kunsthaus verantwortlich zeichnet. “Er hat einen ganz eigenen Stil und einen eigenwilligen Humor entwickelt”, so Pichler. Gezeigt wird Dabernigs gesamtes filmisches Werk, das nur etwas mehr als drei Stunden und 13 Einzelarbeiten umfasst.

Eine weitere Personale ist der jungen Oststeirerin Michaela Grill gewidmet, die als eine der wichtigsten Vertreterinnen digitaler Kunst in Österreich gilt. Bei der Diagonale werden nicht nur ihre filmischen Arbeiten zu sehen sein, es wird zusätzlich noch eine Liveperformance geben.

Ebenfalls zu Gast ist Dominik Graf, der mehr als 50 Filme für Kino und Fernsehen gedreht hat, darunter den Krimi “Die Katze” (1988). Ein historisches Spezialprogramm ist dem österreichischen Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten Paul Czinner gewidmet, der neben Stummfilmen wie “The Woman He Scorned” (1929) mit Pola Negri sehr erfolgreiche Filme mit seiner Frau Elisabeth Bergner drehte. Davon sind “Catherine the Great” und “Der träumende Mund” zu sehen, beide aus den 30er-Jahren. Ebenfalls auf dem Programm steht sein “Rosenkavalier”-Film mit Elisabeth Schwarzkopf als Marschallin und Sena Jurinac als Octavian.

(Red./APA)

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