Diabetiker muss Bergtour abbrechen

Geri Winkler - www.winklerworld.net
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Der zuckerkranke Wiener Geri Winkler, der im vergangenen Jahr als erster Diabetiker auf dem Mount Everest-Gipfel für Aufsehen sorgte, hat sein diesjähriges Bergsteiger-Projekt abgebrochen.

Anfang April war der 51-Jährige von Katmandu aufgebrochen, um den 8.201 Meter hohen Cho Oyu im Grenzgebiet Tibet-Nepal ohne Sauerstoff zu bezwingen. Eine unerklärliche Schwäche sowie eine brenzlige Situation im Schneesturm ließen den ehemaligen Mathematik-Lehrer in rund 6.400 Kilometern Höhe umkehren.

„Ich fühle, dass ich heuer nicht stark genug bin, noch 1.800 Meter höher zu klettern, erklärte der Wiener in einem E-Mail. „Seit den ersten Eingehtouren fühlte ich eine Schwäche, für die ich keine Begründung weiß.“ Dabei sei der Cho Oyu sicher leichter als der Everest.

Auch eine brenzlige Situation im Schneesturm, die Winkler gemeinsam mit einem anderen Bergsteiger erlebte, habe zu dem Entschluss beigetragen. „Plötzlich keine Trittspuren mehr, nur tiefer Schnee und darunter loses Geröll“, beschrieb er die Situation. Sein Kamerad blieb knapp vor dem Ende der Etappe liegen, der 51-Jährige schaffte es bis zu den Zelten und konnte Hilfe holen. „Aber ich will sicher nicht noch einmal die Kräfte der anderen missbrauche (…)“, so die Begründung für den Abbruch der Tour.

Im vergangenen Jahr sorgte der zuckerkranke Wiener durch seine Expedition vom tiefst liegenden See der Erde am Toten Meer bis auf den Gipfel des Mount Everest für Aufsehen. Als erster Diabetiker bestieg Winkler den höchsten Berg der Welt und überwand auf seiner rund siebenmonatigen Tour 9.250 Höhenmeter.

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