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Details zum Überfall von Hooligans auf Migrantenverein in Wien-Favoriten

Am Sonntag wurde eine Person bei einem Überfall verletzt.
Am Sonntag wurde eine Person bei einem Überfall verletzt. ©APA (Symbolbild)
Bereits polizeibekannt seien jene Männer, die am Sonntag nach einem Überfall auf einen Migrantenverein in Wien-Favoriten festgenommen worden sind, heißt es von der Polizei. Bei den Angreifern soll es sich um Mitglieder einer Fangruppierung der Wiener Austria handeln, welcher der Fußballverein den Status als offizieller Fanclub entzogen hat.
Überfall auf Migrantenverein

Wie berichtet ist es am Sonntag zu einem Überfall auf das Lokal des linken türkischen Vereins ATIGF am frühen Sonntagnachmittag im Ernst-Kirchweger-Haus in Wien-Favoriten gekommen. Neun Personen wurden festgenommen. Sieben davon haben Vormerkungen wegen Gewaltdelikte, die anderen beiden nach dem Verbotsgesetz. Sie werden dem Fanzusammenschluss “Unsterblich” zugerechnet, dem der FK Austria Wien im vergangenen Jänner den Status als offizieller Fanklub des Vereins entzogen hat.

Überfall in Wien-Favoriten

Gegen 13.30 Uhr stürmten laut Polizeisprecherin Adina Mircioane etwa 30 Anhänger von “Unsterblich” in das EKH und versuchten in die Vereinsräumlichkeiten von ATIGF zu gelangen. Auf der Stiege prügelten sie ein Vorstandsmitglied der Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative-International (KOMintern) nieder, das dabei verletzt wurde. Mitglieder der ATIGF drängten die Angreifer wieder aus dem Haus. Dabei wurde einer der Aggressoren ebenfalls verletzt.

Hooligans mit Baulatten und Flaschen bewaffnet

Mircioane zufolge bewaffneten sich die Hooligans bei einer Baustelle mit Holzlatten und Flaschen für eine weitere Attacke. Als sie jedoch sahen, dass ihre Kontrahenten in der Überzahl waren, flüchteten sie. Die Angegriffenen verfolgten sie und alarmierten die Polizei, die letztlich neun Angreifer festnahm. Die anderen wurden auf freiem Fuß angezeigt. Am Montag waren die Ermittler – das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) wurde eingeschaltet – mit der Auswertung von zahlreichen Fotos und Videos beschäftigt, die bei der Attacke entstanden waren.

Austria distanziert sich von Fußballfans

Austria-Vorstand Markus Kraetschmer bedauerte im APA-Gespräch die Attacke gegenüber ATIGF, der Angriff sei “in keinster Weise zu tolerieren”. Bei Vorliegen konkreter Hinweise werde es weitere Stadion- bzw. Hausverbote geben. Kraetschmer forderte auch, dass die Polizei “mit aller Entschiedenheit” gegen die Aggressoren vorgehe.

Der Vorstand erläuterte, dass “Unsterblich” im Jänner 2013 der Status als offizieller Fanklub der Austria aberkannt wurde. Derzeit gebe es zwölf Stadion- und acht Hausverbote. Transparente der Gruppierung werden in der Generali-Arena nicht toleriert. “Wir wissen aber, dass diese Leute immer wieder versuchen werden, dem Verein zu schaden oder ihre Gesinnung nach außen zu tragen”, sagte Kraetschmer.

Neuer Höhepunkt in Sachen Rassismus

Die Grüne Nationalratsabgeordnete Alev Korun erklärte in einer Aussendung, der Angriff “stellt leider einen neuen Höhepunkt Rassismus dar”. Augenzeugen hätten ihr gesagt, “dass die Angreifer in einem nahe gelegenen Park neben ‘Ausländer raus’ auch ‘Heil Hitler’ geschrien und den ‘Hitler Gruß’ vorgeführt haben sollen”. Sie forderte von der Polizei, die Attacke ernst zu nehmen.

Der Fanzusammenschluss “Unsterblich” fiel vor seiner Verbannung durch den Verein auf der Tribüne durch rassistische und neonazistische Parolen wie “Adolf Hitler ist mein Freund”, “Zick-Zack Zigeunerpack” und “Rassist, Faschist, Hooligan” auf, auch der Hitler-Gruß war zu sehen. Die Austria reagierte bereits vor einigen Jahren mit Hausverboten.  (APA)

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