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Der Mini-Rock wird 40

Ein kurzes Kleidungsstück, das die Modewelt revolutioniert hat, feiert in diesem Jahr einen kleinen runden Geburtstag: Der Minirock wird 40.

Im April 1962 wurde der Modeschlager nach Recherchen der Düsseldorfer Modegesellschaft IGEDO zum ersten Mal in der britischen „Vogue“ abgebildet – und sorgt seitdem immer wieder für Aufregung.

„Erfunden“ hat den Mini die damals noch unbekannte junge Engländerin Mary Quant. 1955 eröffnete sie im Londoner Stadtteil Chelsea ihr Modegeschäft „Bazaar“. Vier Jahre später präsentierte die damals 25-Jährige den Mini-Rock – aus Frustration darüber, dass die gängigen Kollektionen ihres Erachtens schlicht „impossible“ („unmöglich“) waren. Kurzerhand schneiderte sie ihre eigenen Modelle.

Mit pfiffigen Kreationen aus schlichten, billigen Stoffen stellte Mary Quant eine Provokation dar im Londoner Modezirkus der populären, teuren Designer. Den Durchbruch brachte schließlich das Mini-Rock-Foto in der ehrwürdigen Mode-Zeitschrift „Vogue“. Es löste einen weltweiten Siegeszug des kurzen Kleidungsstücks aus, eine Nachfrage-Lawine, aber auch Protestwellen, die die Designerin nie erwartet hatte.

Zunächst zogen nur die jungen Mädchen das Aufsehen erregende Teil an, das viele Eltern nicht als Kleidungsstück, sondern allenfalls als „Fähnchen“ einordneten. Doch sehr bald schon genoss der Rock so viel Popularität, dass auch die Damen der High Society begeistert zugriffen. Die Erfindung der Feinstrumpfhose katapultierte den Mini schließlich kometenhaft in den Mode-Himmel. 1965 war Mary Quants Entdeckung der Hit rund um den Globus. Der Vatikan lehnte zwar den Mini weiterhin kategorisch als „unzüchtig“ ab, kämpfte aber auf verlorenem Posten.

Erst zu Beginn der siebziger Jahre wurden die Knie wieder bedeckt. Mitte der Achtziger feierten die kurzen Röcke aber bereits ihre modische Wiederauferstehung. Bis Ende der Neunziger waren sie dann wieder weitgehend aus dem Straßenbild verschwunden. „Eine neue Rocklänge bis zur Knie-Mitte wurde von den meisten Frauen freudig angenommen“, so die Düsseldorfer IGEDO-Experten. Den Vergleich mit den mageren Knien der Top-Models scheuten viele Durchschnittsfrauen.

Dass der Mini nicht tot zu kriegen ist, bewies er erneut bei den Modeschauen zum Frühjahr/Sommer 2000. Dort trat er auf den Laufstegen superkurz und häufig kombiniert mit Mini-Oberteilen wieder ins Scheinwerferlicht. Auch in diesem Winter sah man ihn in den Mode-Metropolen zwischen Mailand, Paris und Düsseldorf, mal feminin mit blickdichten Strümpfen, Pumps oder kniebedeckenden Stiefeln, oder auch ganz sportlich mit rustikalen Schuhen.

„Auch in diesem Sommer ist der Minirock auf den internationalen Laufstegen ein Thema, und zwar wieder superkurz“, prognostiziert Elke Giese vom Deutschen Modeinstitut in Köln. Mit Beginn der warmen Jahreszeit setzen die Designer erneut auf Minis aus Leder-Imitaten, Jeans und Baumwolle. Auch der Folklore-Stil in kurz kommt wieder.

„Das Gute an der heutigen Mode ist, das es kein Diktat mehr gibt wie in den Anfangsjahren des Minirocks“, sagt Giese. Damals musste sich in den Mini zwängen, wer „in“ sein wollte. Heute liegt jede Rock-Länge bei jedem Wetter im Trend.

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