Der Filmmonat Oktober in Wien: Die Viennale steht vor der Tür

Filmmonat Oktober: Viennale, Nachwuchs und Chinas Völker
Filmmonat Oktober: Viennale, Nachwuchs und Chinas Völker ©VIENNALE
Der Oktober hat für Filmliebhaber einiges zu bieten. Zahlreiche Events finden in der ganzen Stadt statt. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

 Zwar steht im Fokus des Oktober die Viennale, aber auch abseit des größten Filmfestivals der Stadt kommen Liebhaber des Kinos auf ihre Kosten.

Horror und Jerry Lewis im Filmmuseum

Im Filmmuseum widmet man sich noch bis 13. Oktober dem Oeuvre des großen Horrorregisseurs Joe Dante (“Gremlins”, “Piranha”). Und da man nie genug Angst haben kann, wird auch die Horrorfilmreihe mit Werken aus 1918 bis 1966 unter dem Titel “Carnival of Souls” noch bis 17. Oktober fortgesetzt. Am 18. Oktober reißt man dann das Ruder herum und rückt Slapsticklegende Jerry Lewis in den Mittelpunkt.

Bis 24. November werden in Zusammenarbeit mit der Viennale über 30 Filme des heute 87-jährigen Schauspielers (“Ladies Man” oder “Nutty Professor”) gezeigt, darunter mit “Bonjour Monsieur Lewis” in insgesamt sechs Stunden Filmdokumente, die von Robert Benayoun als Hommage arrangiert wurden.

“Jüdisches Filmfestival” in Wien

Über zwei Wochen (2. bis 17. Oktober) stellen ab Monatsbeginn wieder Votivkino und De France in Wien das jüdische Filmschaffen aus aller Welt in den Fokus. Die Eröffnung am 2. Oktober wird allerdings in der Urania begangen, wo die französische Regisseurin Idit Cebula ihr Werk “Rue Mandar/Where we grew up” präsentiert. In Folge ist das Spektrum dann gewohnt breit und reicht von Wolfgang Staudtes Klassiker “Die Mörder sind unter uns” aus 1946 über die russische Dokumentation aus der Frühzeit des Films, “The Life of the Jews in Palestine” aus 1913, bis zu Aleksey Igudesmans Mockumentary “Noseland” mit Violinist Julian Rachlin als Nasenfetischist in der Hauptrolle.

“Gaffa” in der Wiener Urania

Vom 3. bis 5. Oktober steht in der Wiener Urania das Filmschaffen für junge Menschen im Vordergrund, wenn das Festival Gaffa am 3. Oktober mit der Österreichpremiere des französischen Fußball-Asyl-Dramas “Little Lion” in Anwesenheit des Regisseurs Samuel Collardey eröffnet wird. Zuseher unter 25 Jahren haben dabei freien Eintritt.

“Chinas Vielfalt im Film” im Filmcasino

Vom 9. Oktober bis 10. November widmet sich das Wiener Filmcasino in Kooperation mit dem Konfuzius Institut filmisch den verschiedenen Nationalitäten Chinas mit zehn Spielfilmen. So kommen die Mongolen und Tibeter ebenso zu cineastischen Ehren wie die Kasachen oder die Dong.

Dabei führen jeweils Experten in die Werke ein und im Foyer werden chinesische Häppchen angeboten. Die offizielle Eröffnung am 9. Oktober findet allerdings im Weltmuseum statt, wo auch eine Podiumsdiskussion angesetzt ist, unter anderen mit Cecily Corti als Obfrau der Vinzirast-Einrichtungen und der einstigen Peking-Korrespondentin des ORF, Cornelia Vospernik.

“Admiral Kino” feiert 100. Geburtstag

Mit dem Admiral Kino nahe dem Gürtel feiert eine Wiener Kinoinstitution am 10. Oktober ihren 100. Geburtstag mit einer gebührenden Festveranstaltung. Gezeigt wird George Cukors “Camille – Die Kameliendame” – schließlich kam Henry Ebner, Sohn der damaligen Betreiberin Margarete, 1937 just an dem Tag auf die Welt, als im Admiral “Die Kameliendame” lief.

“Video&Filmtage”

Ein paar Tage später, vom 17. bis 21. Oktober, kümmert sich die Video&Filmtage im neuen Cinemagic-Zentrum in der Urania um all das, was die Herzen junger Kinogeher höherschlagen lässt – solange es sich um den Kurzfilm eines jungen Filmemachers handelt. 56 Filme werden insgesamt gezeigt. Die Leinwand ist jedoch nicht der einzige Hotspot des Festivals, wird doch am 19. Oktober am nahegelegenen Badeschiff die Festivalparty begangen.

“Viennale” in Wien

Vom 24. Oktober bis 6. November steht Wien ganz im Zeichen der Viennale. Auch wenn das detaillierte Programm inklusive Stargästen erst am 15. Oktober bekannt gegeben wird, steht jetzt schon fest, dass das größte österreichische Filmfestival mit rund 300 Spiel-, Doku- und Kurzfilmen in zwei Wochen wohl auch zur 51. Ausgabe wieder knapp 100.000 Besucher locken wird.

Neben der mit dem Filmmuseum veranstalteten Jerry-Lewis-Retrospektive ist unter anderem eine Mitternachtsreihe mit asiatischem Genrekino in 3D, ein Spezialprogramm zur siebenstündigen Serie “Tih-Minh” (1918) oder Claude Lanzmanns “Der Letzte der Ungerechten” zu sehen. Weitere Specials machen das Werk des spanischen Filmemachers Gonzalo Garcia Pelayo erfahrbar, während eine kleine Personale einen Blick auf das Ausnahmekönnen des jungen Österreichers Johann Lurf wirft. Und zumindest virtuell ist ein Hollywoodstar schon fix mit an Bord: Natalie Portman tritt im Festivaltrailer von Shirin Neshat auf.

(Red./APA)

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