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Dealer und Einbrecher in Wien und Burgenland aktiv: 1,13 Mio. Schaden

Drogen und Geld in rauen Mengen fand man bei den Dealern
Drogen und Geld in rauen Mengen fand man bei den Dealern ©Bilderbox (Sujet)
Für drei mutmaßliche Drogen-Dealer und einen lang gesuchten Einbrecher klickten nun die Handschellen. Die Männer sollen einen Gesamtschaden von 1,13 Mio. Euro angerichtet haben. Den Dealern sei man aufgrund einer Sachbeschädigung auf die Spur gekommen. Sie sollen Kunden in Wien und im Bezirk Güssing mit Drogen von Cannabis bis Crystal Meth beliefert haben.

Die Landespolizeidirektion Burgenland berichtete am Donnerstag von dem Fall um die Dealer. Ebenfalls im Südburgenland klickten die Handschellen für den Einbrecher. Er war in eine Kontrolle geraten.

Spur führte nach Wien und Mödling

Eine Sachbeschädigung im Bereich der Polizeiinspektion St. Michael (Bezirk Güssing) führte die Ermittler in die Drogenszene. Die Polizisten befragten eine Person, die selbst Suchtmittel konsumiert und an Abnehmer im Bezirk verkaufte. Im Zuge der Ermittlungen stießen die Beamten schließlich auf ein Netzwerk von Dealern und Konsumenten, deren Spur nach Wien und Mödling führte.

Dealer erwischt: 34 Konsumenten angezeigt

Die drei mutmaßlichen Drogendealer sollen innerhalb von fünf Jahren einen Gewinn von knapp einer Million Euro erzielt haben – und zwar mit dem Verkauf von 116 Kilogramm Cannabiskraut und -harz, LSD-Trips, Kokain, Ecstasy-Tabletten, Speed und Crystal Meth. Bei einer Hausdurchsuchung stellten die Beamten Drogen und 8.000 Euro sicher. 34 Konsumenten wurden angezeigt.

Für einen seit 2010 per internationalem Haftbefehl gesuchten Mann klickten, wie erst jetzt bekannt gegeben wurde, bereits im Februar bei einer Kontrolle in Heiligenkreuz (Bezirk Jennersdorf) die Handschellen. Der 30-jährige Rumäne war von der Staatsanwaltschaft Wels wegen diverser Einbrüche gesucht worden, die er in Oberösterreich begangen haben soll.

DNA-Analyse führte zu Einbrecher

Auch im Südburgenland soll er zugeschlagen haben, so die Polizei. Da es ähnliche Delikte im Bezirk Güssing gegeben habe, führten die Beamten eine DNA-Analyse bei dem Verdächtigen durch – mit einem für die Ermittler positiven Ergebnis. Der Mann gestand schließlich sechs Einbrüche im Bezirk, unter anderem auch in die Raiffeisenbank Gaas sowie einen Einbruch in eine Oberwarter Tankstelle. Dabei soll er vorwiegend Geld und Zigaretten erbeutet haben.

Bei seiner Befragung nannte der 30-Jährige fünf Komplizen, die laut Polizei für mindestens 20 Einbrüche in den Bezirken Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf infrage kommen. Für die fünf Personen wurden bereits EU-Haftbefehle erwirkt. Bei den knapp 30 Einbrüchen soll ein Schaden in der Höhe von 123.000 Euro angerichtet worden sein.

(apa/red)

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