Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Das war der Nationalfeiertag 2012 in Wien: Großes Thema Wehrpflicht-Debatte

Bundespräsident Heinz Fischer am Nationalfeiertag am Heldenplatz
Bundespräsident Heinz Fischer am Nationalfeiertag am Heldenplatz ©APA/HBF/PETER LECHNER
Wie erwartet waren die offiziellen Ansprachen am Wiener Heldenplatz zum Nationalfeiertag von einem verbalen Schlagabtausch um die Wehrpflicht geprägt. Während Verteidigungsminister Darabos von nötigen Bundesheer-Änderungen sprach, bezeichnete Bundespräsident Heinz Fischer das Heer als Aufgabe "für das gesamte Volk".
800.000 Besucher in Wien
Angelobung am Heldenplatz
Besucher und Uniformen
Eindrücke vom Heldenplatz
Darabos bei der Angelobung
Die Kranzniederlegung

Der Nationalfeiertag am Freitag ist wie erwartet ganz im Zeichen der Heeresdebatte gestanden. Wehrpflicht-Befürworter und -Gegner lieferten sich bei den offiziellen Ansprachen am Heldenplatz einen kleinen Schlagabtausch. Dem Publikumsinteresse tat das freilich keinen Abbruch.

Andrang bei Leistungsschau und Ministerien

Das Bundesheer zählte bei seiner Leistungsschau am Donnerstag und Freitag insgesamt 800.000 Besucher. Großen Andrang gab es auch beim Tag der Offenen Tür in den Ministerien. Vor dem Bundeskanzleramt und der Hofburg stellten sich schon zu Mittag Hunderte Menschen um Einlass an.

Bundeskanzler Werner Faymann (S) setzte heuer auf die Kunst. Den gesamten Nachmittag über gaben Mitglieder des Burgtheater-Ensembles im Bundeskanzleramt kurze Kostproben. Der Kanzler selbst bewarb sogar im Angesicht des Volkes die EU-Hilfen, indem er daran erinnerte, dass auch Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg geholfen worden sei.

Als eifriger Händeschüttler erwies sich Vizekanzler Michael Spindelegger (V), der sich im Außenministerium großen Andrangs erfreuen durfte. Zu zeigen hatte er dem Publikum die EU-Beitrittsgesuche Österreichs, die erstmals ausgestellt wurden. Bundespräsident Heinz Fischer empfing stets gut gelaunt Tausende Besucher von allen Kontinenten.

Nationalfeiertag: Festakt am Heldenplatz

Etwas ernster ging es am Vormittag beim offiziellen Festakt, bei dem 1.000 Rekruten angelobt wurde, zu. Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) nutzte seine Ansprache, um für sein Berufsheer zu werben, Bundespräsident Fischer plädierte dagegen für die Wehrpflicht. Das Staatsoberhaupt verwies darauf, dass das Bundesheer nach dem Zweiten Weltkrieg “auf Basis der allgemeinen Wehrpflicht mit der Aufgabe für das gesamte Volk, unser Land zu schützen”, aufgebaut wurde. Und diese Aufgabe erfülle es auf “professionelle Weise”, konterte Fischer dem Argument, dass ein Berufsheer mehr Professionalität bringen würde.

Der Bundespräsident appellierte gleichzeitig an die Verantwortlichen, im Vorfeld der Volksbefragung “verantwortungsvoll zu handeln” und “keine Gräben aufzureißen”. Denn es werde auch einen Tag nach dem 20. Jänner geben und man werde weiter zusammenarbeiten müssen. Darabos argumentierte seinerseits, dass es Veränderungen brauche, um die Qualität des Heeres abzusichern. Das Bundesheer müsse auf das veränderte sicherheitspolitische Umfeld ausgerichtet werden. Denn die Bedrohungen seien komplexer geworden. “Wer stillsteht, wer nicht in Bewegung bleibt und abwartet, verliert den Anschluss”, so Darabos.

Die Kranzniederlegung an der Krypta

Begonnen hatten die Feierlichkeiten mit der traditionellen Kranzniederlegung in der Krypta am Heldenplatz. Die Staatsspitze legte dabei ihre Kränze erstmals nicht vor dem Denkmal des “Toten Soldaten” im Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege nieder, sondern vor einer Gedenktafel für im Einsatz verstorbene Soldaten des 1955 gegründeten Bundesheeres. Grund für den Ortswechsel: Bei einer Untersuchung des Denkmals waren zwei Schriftstücke gefunden worden, von denen eines eine Nazi-Huldigung des Bildhauers Wilhelm Frass enthielt.

Die Leistungsschau, die vom Verteidigungsministerium zum Ärger der Wehrpflicht-Befürworter unter dem Motto “Profis bringen Sicherheit” gestellt wurde, zeigte neben Hubschraubern, Panzern und einem Eurofighter-Modell auch einzelne Spezialbereiche der Armee wie die Garde, die EU-Battle-Group, die Heeressportler, das Jägerbataillon 25, ABC-Spezialisten und einiges mehr. Am Rathausplatz wurde indes zum Nationalfeiertag das Sicherheitsfest abgehalten, bei dem sich die Blaulichtorganisationen präsentierten.

(apa/red)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 1. Bezirk
  • Das war der Nationalfeiertag 2012 in Wien: Großes Thema Wehrpflicht-Debatte
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen