Das MUMOK in Wien zeigt Werke von Dan Flavin

Das MUMOK schaut künftig auf die Röhren. Das Museum zeigt künftig auf vier Ebenen rund 30 Werke des Künstlers Dan Flavin.

Es sind nichts als handelsübliche Leuchtstoffröhren, die der US-amerikanische Künstler Dan Flavin (1933-1996) für seine Kunstwerke verwendet hat – und doch offenbart ein Rundgang durch seine morgen, Freitag, Abend im Wiener Museum Moderner Kunst (mumok) eröffnende Ausstellung “Lights” ein faszinierend vielschichtiges Spektrum.

Dan Flavin zu sehen im MUMOK in Wien

Auf vier Ebenen leuchten rund 30 Werke in den unterschiedlichsten Farben, was in ihrer Beziehung zueinander und in der Reflexion auf den weißen Wänden faszinierende Wirkungen ergibt. Die Ausstellung startet im obersten Geschoß mit der ersten, an einer Wand diagonal vom Boden nach rechts oben verlaufenden “goldenen” Röhre: “the diagonal of May 25, 1963 (to Constantin Brancusi)” ist das ersten Röhren-Kunstwerk von Dan Flavin.  Die Farbwirkung erzielen die Röhren nicht durch bunte Folien, sondern durch eingefärbtes Gas. Neun handelsübliche Farben hat der Künstler verwendet, darunter gleich vier Arten von Weiß: kaltes, warmes und weiches Weiß sowie Tageslicht. Dazu kommt noch Gelb, Pink, Rot, Grün und Blau. Alle diese Farben finden sich im Eingangsgeschoß, bei den “European Couples”, neun in Raumecken angebrachte jeweils einfärbige Röhrenquadrate, die sich auf Ehepaare der europäischen Sammlerszene beziehen.

“Lights” – entstanden in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum St. Gallen und mit Unterstützung des Dan Flavin Estate – ist eine in jeder Hinsicht ungewöhnliche Schau, nicht nur, weil man für den Aufbau “ein ziemlich gutes Elektrikerteam” braucht. Ungewöhnlich auch, weil das Ungreifbare der Kunst hier besonders augenfällig wird. Erst wenn der Strom eingeschaltet ist, geht auch dem Betrachter ein Licht auf. Die Ausstellung ist ab Freitag, dem 12. Oktober im Wiener MUMOK zu sehen.

(Red./APA)

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