Darabos kalmiert im Konflikt um Allentsteig

Im Konflikt um die Bewirtschaftung des Truppenübungsplatzes Allentsteig hat sich Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) am Freitag um Kalmierung bemüht. Er sicherte den Bauern, die landwirtschaftliche Flächen rund um den Truppenübungsplatz bewirtschaften, den Erhalt ihrer Pachtverträge zu. Die Landwirte "können sich sicher sein, die Gründe weiter bewirtschaften zu können", so Darabos.


Der Ressortchef versuchte auch die Bedanken der Militärs, die Einschränkungen der militärischen Handlungsfähigkeit am Übungsplatz befürchten, zu zerstreuen. Die militärische Nutzung habe weiterhin “oberste Priorität”. Der Truppenübungsplatz stehe nicht zur Disposition. Zur Diskussion stünde lediglich die Bewirtschaftung der Heeresforste. Konkret geht es um die Auslagerung der Heeresforste an die Bundesforste. Darabos spricht von der Beseitigung von “Doppelgleisigkeiten”.

Er begründete seine Pläne, die er schon seit 2010 verfolgt, mit der Finanzverfassung. Diese sehe nämlich vor, dass es ab 2013 nicht mehr möglich sei, sogenannte flexibilisierte Betriebe – wie es die Heeresforste sind – zu führen. Es sei daher “Eile geboten”, andernfalls stünden die Mitarbeiter der Heeresforste “auf der Straße”. Eine Lösung wäre also auch in ihrem Sinne”, sagte der Minister.

Darabos, dem von den Betroffenen Gesprächsverweigerung vorgeworfen wird, will “in den nächsten Tagen” ein Konzept auf den Tisch legen und dann auch den Kontakt mit den Bauern und den Forstmitarbeitern suchen.

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