Cyrano - Kritik und Trailer zum Film

Cyrano de Bergerac, Offizier im Frankreich des späten 17. Jahrhunderts, liebt die schöne Roxanne. Doch er ist kleinwüchsig. Darum, glaubt er, könne sie seine Gefühle nicht erwidern. Als einer seiner Freunde Roxanne erobern möchte, hilft ihm Cyrano: Er scheibt ihr in dessen Namen die wundervollsten Liebesbriefe. Das führt zu komischen und tragischen Verwicklungen.

Dass er knallhart kämpfen kann, hat Hollywoodstar Peter Dinklage seit seinem Durchbruch mit dem Fantasyhit "Die Chroniken von Narnia" mehrfach bewiesen. Dank "Game of Thrones" hat er seit Jahren weltweit eine riesige Fangemeinde. In der Musicalversion des 1897 erstmals erschienenen, weltberühmten Versdramas "Cyrano de Bergerac" von Edmond Rostand zeigt er nun neue Facetten seines Könnens. Er fesselt als gefühlvoller Schöngeist - und als Sänger. Ab Donnerstag im Kino.

Cyrano - Kurzinhalt zum Film

Die Story hält sich in Grundzügen an die Vorlage: Cyrano de Bergerac (Dinklage), Offizier im Frankreich des späten 17. Jahrhunderts, liebt die kluge und schöne Roxanne (Haley Bennett). Doch weil er kleinwüchsig ist, glaubt er, sie könne und wolle ihm ihr Herz nicht schenken. Als Kadett Christian (Kelvin Harrison Jr.) Roxanne erobern möchte, hilft ihm Freund Cyrano: Er scheibt ihr in Christians Namen Liebesbriefe voll Poesie, Witz und Geist. Natürlich geht das auf Dauer nicht gut. Und dann fordert auch noch der Krieg seinen Blutzoll.

Eine wesentliche Veränderung gegenüber dem Original gibt es: Bei Rostand schmälert eine übergroße Nase Cyranos Selbstbewusstsein. Hier ist es seine Kleinwüchsigkeit. Denn die US-amerikanische Drehbuchautorin Erica Schmidt, schon Verfasserin des bereits 2018 am Theater erfolgreichen Musicals "Cyrano", hat dem 1,35 Meter großen Peter Dinklage die Titelrolle auf den Leib geschrieben. Was nicht überrascht: Die Beiden sind seit 2005 miteinander verheiratet und Eltern zweier Kinder.

Cyrano - Die Kritik

Ihre Musicalvariante überzeugt mit prachtvoller Ausstattung, Action und ganz viel Romantik. Die schöne Botschaft, dass das Innere eines Menschen wichtiger als das Äußere ist, kommt dabei spielerisch-leicht und unangestrengt rüber. Wie der von Regisseur Joe Wright ("Abbitte") effektvoll inszenierte Film überhaupt mit einer schönen Leichtigkeit fesselt.

Besonders begeistern die melancholisch angehauchte Musik und die gedankenreichen Songs. Komponiert haben sie die Brüder Aaron und Bryce Dessner von der US-amerikanischen Indie-Band The National. Seit "Cabaret", und das ist fünf Jahrzehnte her, gab es kein Filmmusical, in dem Handlung, gesprochenes Wort, Musik und Songs derart harmonisch und pointiert miteinander verwoben wurden wie hier. Die auf jede billige Ohrwurmmasche verzichtenden Lieder kommentieren das Geschehen und treiben es voran. Sehr wirkungsvoll.

Natürlich tragen die singenden Schauspielerinnen und Schauspieler wesentlich zum Erfolg bei. Niemand von ihnen hat das, was als große Stimme gilt. Aber jede und jeder macht aus dem, was die Kehle hergibt, das Beste. Allen voran überzeugt der charismatische Peter Dinklage in der Titelrolle. Rasant führt er den Degen und die Feder. Sein Cyrano schmachtet, dichtet und singt leidenschaftlich. Man glaubt ihm jeden noch so heftigen Gefühlsausbruch. Weshalb gen Ende des Films denn auch Taschentuchalarm angesagt ist.

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(APA/Red)

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