Cote d’Ivoire: Ende der Hetzpropaganda

Radio- und Fernsehsender in der Republik Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste) haben nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen ihre Hetzpropaganda gegen Ausländer eingestellt und strahlen nun Aufrufe zur Zurückhaltung aus.

UNO-Sprecher Fred Eckhard erklärte am Dienstag in New York, die vor allem gegen die Franzosen gerichteten Berichte hätten aufgehört. Jetzt würden die Menschen aufgerufen, wieder zur Arbeit zu gehen. „Die wirtschaftlichen Aktivitäten haben wieder begonnen, das Leben scheint sich zu normalisieren“, sagte Eckhard.

Die Regierung der Cote d’Ivoire schien damit auch auf die Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft nach den jüngsten Unruhen zu reagieren. So hatte der UN-Sicherheitsrat ein sofortiges Waffenembargo gegen das westafrikanische Land verhängt. Die Konfliktparteien wurden in der einstimmig beschlossenen Resolution ermahnt, binnen eines Monats den Friedensprozess wieder aufzunehmen. Anderenfalls würden zusätzlich Reisebeschränkungen erlassen und Konten eingefroren.

Wegen der Unruhen verließen inzwischen mehr als 5.000 westliche Ausländer sowie mehr als 10.000 Afrikaner das westafrikanische Land. Allein die französischen Streitkräfte hätten seit Donnerstag gut 4.200 Menschen aus 63 Ländern ausgeflogen, sagte ein Militärsprecher.

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