AA

Corona-Lockdown bis 18. Jänner - danach Massentests mit Freitesten

Österreich steht ein dritter Corona-Lockdown bevor.
Österreich steht ein dritter Corona-Lockdown bevor. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Ein dritter Lockdown in Österreich ist offenbar fix. Noch vor der offiziellen Pressekonferenz der Regierung sind bereits die ersten Details zu den erneuten Maßnahmen-Verschärfungen durchgesickert, wir haben alle Infos.

+++ UPDATE: 3. Lockdown bis 24. Jänner 2021 verkündet

Österreich steht angesichts der nach wie vor hohen Corona-Zahlen wieder ein harter Lockdown bevor: Wie man aus Verhandlerkreisen erfuhr, soll das Land nach den Weihnachtsfeiertagen bis 18. Jänner komplett heruntergefahren werden.

Es zeichnet sich ab, dass der Handel wieder schließen muss, die Gastro bleibt zu. Am Wochenende 16. und 17. Jänner finden Massentests statt - wer sich nicht testen lässt, muss eine weitere Woche zuhause in Quarantäne bleiben.

Handel und Gastro bis 17. Jänner zu, Ausgangsbeschränkungen wieder ausgeweitet

Am heutigen Freitagnachmittag findet eine Bund-Länder-Konferenz per Video statt, danach soll die Öffentlichkeit informiert werden. Nach Informationen der APA zeichnet sich ab, dass der Handel - ausgenommen Lebensmittelgeschäfte und Apotheken - nach Weihnachten wieder zusperren muss. Die Gastronomie darf nicht wie zwischenzeitlich angedacht ab 7. Jänner wieder aufsperren. Alles bleibt demnach bis inklusive 17. Jänner zu.

Die Ausgangsbeschränkungen, die derzeit nur in der Nacht gelten, werden wieder rund um die Uhr in Kraft sein (mit gewissen Ausnahmen).

Teilnahme an Massentest Pflicht, sonst eine Woche Quarantäne

Auch die Schulen sollen entgegen den letzten Plänen nicht mit 11. Jänner starten, sondern bereits wie üblich am 7. Jänner, allerdings im Distance Learning. Ab 18. Jänner soll wieder Unterricht vor Ort stattfinden.

Am Wochenende 16. und 17. Jänner sollen Massentests für die Bevölkerung stattfinden - und zwar nach der mauen Beteiligung in der ersten Runde diesmal mit etwas Druck: Wer sich nicht testen lässt, soll eine weitere Woche im Lockdown, also zuhause in Quarantäne, verharren müssen, sehen die Pläne vor. Wer ein negatives Testergebnis hat, kann hingegen ab 18. Jänner Handel und Gastronomie nutzen.

Anschober bestätigt Pläne noch nicht

Anschober selbst wollte die durchgesickerten Pläne bei einer Pressekonferenz am Vormittag noch nicht bestätigen. Man sei noch mitten im Arbeitsprozess und es wäre daher nicht fair, jetzt schon etwas dazu zu sagen, betonte er auf Anfrage. Er verwies auf die auf 2.085 gesunkene Neuinfektionszahl. Die Zahl der Todesfälle und die Belegung der Intensivstationen sei aber nach wie vor viel zu hoch.

FPÖ und NEOS orten Chaos bei Türkis-Grün

FPÖ und NEOS orten Chaos in der türkis-grünen Bundesregierung. ÖVP und Grüne würden einen Lockdown mit "Zwangstestungen" kombinieren, kritisierte FPÖ-Klubchef Herbert Kickl am Freitag in einer Aussendung. Die NEOS warfen ÖVP und Grüne "völlige Planlosigkeit" vor.

Kickl erklärte, die Regierung verhänge offenbar einen "faktenbefreiten" neuerlichen Lockdown. Auch werde eine "Zwangstestung" durch die Hintertür eingeführt, der Weg zu einer "Zwangsimpfung" sei dann ein kurzer. "Gleichzeitig zerstört die Regierung Arbeitsplätze, die Wirtschaft, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft unserer Kinder", so der Klubobmann. Bundesparteiobmann Norbert Hofer stellte fest: "Schwarz-Grün bringt unser Land um", ein dritter Lockdown bedeute den Todesstoß für die Wirtschaft.

Auch die NEOS kritisierten die jüngsten kolportierten Pläne: "Die Bundesregierung versucht beim Krisen-Management in drei Richtungen gleichzeitig zu gehen. Das Ergebnis ist völliges Chaos", stellte Vize-Klubchef Gerald Loacker fest. Besonders hart sei das Chaos für Unternehmer. Er forderte ÖVP und Grüne auf, zu ihrem Wort zu stehen: "Die Menschen müssen der Regierung vertrauen können, sonst werden wir diese Krise nicht gemeinsam meistern."

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Corona-Lockdown bis 18. Jänner - danach Massentests mit Freitesten
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen