Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Comeback der Wiener Industriellen-Dynastie Lohner mit E-Rollern

Mit Elektro-Rollern will die Firma Lohner ihr Comeback wagen.
Mit Elektro-Rollern will die Firma Lohner ihr Comeback wagen. ©APA
Vor 43 Jahren wurden die Wiener Lohnerwerke an den kanadischen Konzern Bombardier verkauft. Jetzt will Andreas Lohner ein Comeback wagen - mit Elektro-Rollern im Retro-Design.  Inspiriert vom Lohner-Roller L 125 aus dem Jahr 1954, soll das neue Modell L deutlich mehr Stauraum bieten. Der neue Lohner-L-Roller wird erstmals bei der "greenExpo" am 19. bis 21. April in Wien präsentiert und im Mai in den Handel kommen.

Die Wiener Lohnerwerke produzierten unter anderem Kutschen für den österreichischen Kaiser und entwickelten 1899 mit dem Lohner-Porsche das erste Elektroauto der Welt. Lohner baute auch Flugzeuge wie die Etrich-Taube und Straßenbahnen sowie Motorroller.

Lohner produziert Elektro-Roller

Im August 2011 entwickelte Lohner zusammen mit dem austro-kanadischen Automobilzulieferer Magna die ersten Projektskizzen für einen Elektro-Roller. Nach dem Ausscheiden von Unternehmensgründer Frank Stronach wollte Magna sich aber auf die Pkw-Produktion konzentrieren. Mit einem 20-köpfigen Entwicklungsteam und einigen heimischen Zulieferern wurde der Roller dann bis zur Serienreife weiterentwickelt. Anstatt wie andere Motorradhersteller in Asien zu produzieren, wird der Lohner-Roller zum Großteil “made in Austria” hergestellt. “Die Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren und Produktion und damit kurze Wege sind ein großer Vorteil”, erklärte Lohner.

Lohnerwerke wagen ein Comeback

Seinen Job als IT-Experte hängte er für die Gründung seines “Start-Ups” an den Nagel, nachdem er sich wieder die Namensrechte “Lohner” und “Lohnerwerke” vom kanadische Zug- und Flugzeughersteller Bombardier gesichert hatte. Bisher hat der Jungunternehmer die Entwicklung seines Rollers aus der eigenen Tasche finanziert, ist aber an einem Investor mit Branchen-Know-how interessiert. In Niederösterreich soll bald eine eigene Lohner-“Manufaktur” entstehen und die Produktion stufenweise ausgebaut werden. Die wesentlichen Bauteile werden dann in der Lohner-Produktionsstätte gebaut.

Verkaufsstart im Mai 2013

Der zweisitzige Elektro-Roller von Lohner hat eine Reichweite von 100 Kilometer und schafft eine Spitzengeschwindigkeit von 85 km/h. Das Aufladen der Batterie soll rund eine Stunde dauern. Verkaufsstart ist für Mitte bis Ende Mai anvisiert und im ersten Jahr soll eine “vierstellige Anzahl” von Roller produziert werden. Neben dem Verkauf über den Handel soll es auch kommunale Verleihlösungen geben. Der Verkaufspreis für den E-Roller ist derzeit noch nicht fixiert, soll aber laut Lohner bei circa 7.000 Euro liegen. Ein Elektromotor sei derzeit leider noch um das zehnfache teurer als ein Verbrennungsmotor, dafür sei der Betrieb mit Strom sehr günstig.

Von der öffentlichen Hand und privaten Unternehmen wünscht sich Lohner einen Ausbau von Strom-Ladestationen für Elektro-Räder,-Roller und -Pkw. “Die Politik redet ständig über E-Mobilität, doch ohne die Privatwirtschaft wird diese nicht zu realisieren sein”, so Lohner. Auch müssten die Bürger mehr Druck auf die Städte ausüben, damit mehr Ladestationen gebaut werden. (APA)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Comeback der Wiener Industriellen-Dynastie Lohner mit E-Rollern
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen