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Cobra erschießt Kuh - Tierschützer protestieren

Der Cobra-Beamte gab insgesamt sieben Schüsse auf die Kuh ab.
Der Cobra-Beamte gab insgesamt sieben Schüsse auf die Kuh ab. ©APA, Screenshot ORF
Die Polizei-Spezialeinheit Cobra hat am Mittwoch in Tirol eine Kuh mit sieben Schüssen getötet.

Nachdem am Mittwoch in Matrei am Brenner (Bezirk Innsbruck-Land) eine entlaufene Kuh von Beamten der Cobra erschossen worden ist, hagelt es Kritik von Tierschützern. Laut der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" hätten Tierärzte oder Mitarbeiter der Jägerschaft herangezogen werden sollen, um das Tier zu betäuben, hieß es in einer Aussendung.

Kritik von Tierschützern

"Seit wann müssen wir in Österreich solche Wildwest-Methoden anwenden?", fragte Martina Pluda von den "Vier Pfoten". Es sei ein Armutszeugnis, dass sich die Beamten nicht anders zu helfen wussten, als ein Tier, "das offensichtlich in Panik, aber weit weg und daher nicht gefährlich war, mit acht Schüssen regelrecht hinzurichten", kritisierten die "Vier Pfoten"-Kampagnenleiterin. In sozialen Medien kursierte ein Video des Vorfalls, das zu heftigen Diskussionen führte. Dabei war zu sehen, wie mehrmals auf das Tier geschossen wurde.

Cobra war in der Nähe

Die Kuh hätte geschlachtet werden sollen, war aber beim Verladen entkommen. Sie überlief einen Mann und verletzte diesen. Weil das Tier daraufhin auf die nahegelegenen Bahngleise gerannt war, wurde die Polizei verständigt. Die Cobra-Beamten waren hinzugestoßen, weil sie zu diesem Zeitpunkt ohnehin gerade mit dem Polizeihubschrauber im Wipptal waren. Der Landwirt hatte noch versucht, die Kuh einzufangen. Sie verhielt sich aber äußerst aggressiv. Als sie dann die Gleise verließ und auf eine Wiese ging, wurde sie von den Cobra-Beamten erschossen.

Cobra rechtfertigt sich

Nach der Kritik der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" am Abschuss einer Kuh am Mittwoch in Matrei am Brenner verteidigte die Cobra in einer Aussendung das Vorgehen des Beamten. Das Tier habe beim Versuch, es einzufangen, Menschen attackiert. Der Besitzer der Kuh sei mit der Tötung einverstanden gewesen.

Als die Cobra zu dem Einsatz gerufen wurde, habe sich eine größere Menschenmenge versammelt. "Deren Schutz sowie die Sicherung des Schienen- und Straßenverkehrs hatte für die Beamten oberste Priorität", hieß es. Aufgrund des Verhaltens der Kuh sei man davon ausgegangen, "dass das Rind nicht einzufangen war".

In Absprache mit dem Besitzer wurde ein Beamter schließlich beauftragt, das Tier zu erschießen. "Der Beamte gab fünf Schüsse aus der Ferndistanz auf den hinteren Schädel- bzw. Nackenbereich und zwei Schüsse aus der Nahdistanz auf die Stirn ab, wodurch das Tier verendete", wurde der Vorgang beschrieben.

(APA)

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