"Club Couture" ersetzt ab morgen die "Nachtschicht"

"Schicht ist Pflicht" war einmal, Tanztempel mit Luxusattitüde lautet die neue Losung: In den Räumen der ehemaligen Wiener Nachtschicht eröffnet am morgigen Donnerstag der 3.000 Quadratmeter große "Club Couture".

Drei Floors von “Soulclub” bis “Mausefalle” sollen dann vor allem an den Wochenenden Tausende Partygäste anlocken. Angesichts der Großbaustellenatmosphäre am Mittwoch versprühte Geschäftsführer Alex Schütz Optimismus: “Wir werden garantiert fertig.” Man müsse nur daran glauben, ergänzte Inhaber Roland Racz schon verhaltener.

Insgesamt 150 Handwerker haben seit zehn Wochen die Ausstattung der alten Location beim Donauplex Schritt für Schritt demontiert und mit der Installation des neuen Designs sowie der Technik begonnen. Vier Mio. Euro wurden dafür investiert. “Von der Nachtschicht ist nicht einmal ein Nagel übrig geblieben”, betonte Schütz im Rahmen einer Presseführung das völlig neue Konzept der Location. Man setze auf gehobene Atmosphäre, “Rundherum Wohlfühlen” laute das Motto.

Davon war heute, am Tag vor der Eröffnung, noch wenig zu merken. Holzreste, Werkzeug, Baupläne und zahlreiche Kisten säumten den teils noch unausgelegten Teppichboden. Wände wurden gestrichen, Licht- und Seitenverkleidungen montiert, Berge von Verpackungsmaterial gestapelt. Lose Kabelenden hingen von der Decke und von den insgesamt mehr als 200 Laufmetern Bar schien kein einziger auch nur annähernd betriebsbereit.

Sollte alles nach Plan gehen, werden die Besucher ab morgen im zentralen Eingangsbereich, der gleichzeitig als Cocktailbar mit Snacklounge fungiert, empfangen. Davor wird das Publikum noch auf “Couture-Tauglichkeit” geprüft. Neben gepflegtem Äußeren wird ein Lichtbildausweis verlangt, der die Volljährigkeit beweist.

An das Entree schließen halbkreisförmig die drei Floors an. Herzstück ist der 1.000 Quadratmeter große Mainclub. Dort sollen nicht nur internationale DJs, sondern auch eine riesige LED-Decke, mit der etwa ein Sternenhimmel simuliert werden kann, Lasereffekte und der “Rolls Royce unter den Tonanlagen” um 550.000 Euro für Unterhaltung sorgen.

Während die Betreiber im Soulclub auf Chill-out-Atmosphäre und modernes Design setzen, gibt sich die “Mausefalle” rustikal. Austropop und Karaokeabende im Skihüttenambiente sind geplant. Für die Ausstattung sei der Dachstuhl eines Tiroler Bauernhofs verarbeitet worden, berichtete Schütz stolz.

“Ich bin überzeugt, dass Wien Platz für zwei Qualitätsclubs dieser Größe hat”, verwies Racz auf die erst im Herbst des Vorjahres eröffnete Riesendisco “Praterdome”. Musikalisch wolle man sich jedenfalls abheben, “aber natürlich schon die Massen im Haus haben”, erklärte der Inhaber etwas kryptisch. Der Eintrittspreis inklusive Garderobe beläuft sich auf zwölf Euro, am Dienstag und am Mittwoch auf sieben Euro. Bezahlt wird übrigens bar – im Gegensatz zum Chipsystem im Praterdome.

 

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