Caritas Vorarlberg wehrt sich

Die Caritas der Diözese Feldkirch hat am Dienstag, die vehemente Kritik des Landesrechnungshofs zurückgewiesen. Prüfbericht [PDF 683KB] | Prüfbericht [DOC 305KB]

Die Prüfer des Landesrechnungshofes hatten der Caritas fehlende Transparenz, ungenügende Kostenrechnung und mangelhaftes Controlling der Führungsebene vorgeworfen. Wie die Caritas in einer Aussendung mitteilte, sei die Möglichkeit den Prüfungsauftrag des Landes zu erfüllen, in vollem Umfang vorhanden gewesen. Dem Landesrechnungshof seien außer dem Spendenbereich alle Belege, Konten der Buchhaltung, Details der Kostenrechnung zur Verfügung gestellt und auch Einsicht in die Jahresabschlüsse der Caritas gegeben worden.

Gegen die Kritik des Landesrechnungshofes, die Prüfer hätten keinen Einblick in die Spendenunterlagen erhalten, stellte sich die Caritas ebenfalls deutlich. Die Spendenverwaltung sei nicht Umfang der Prüfungsvereinbarung gewesen, hieß es. Es habe jedoch volle Transparenz gegeben, welche Spendenmittel den einzelnen Kostenstellen zugeflossen seien. „Die Caritas hat keine Geheimnisse, was die Spendeneingänge anbelangt“, heißt es in der Stellungnahme.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 1,8 Millionen Euro gespendet. Davon seien rund 40 Prozent für Inlandstätigkeiten und 60 Prozent für Auslandstätigkeiten verwendet worden. Hiervon würden – auch laut einer freiwilligen Verpflichtungserklärung auf Ebene der Caritas Österreich auf Grundlage des Spendengütesiegels – maximal fünf Prozent für administrative Tätigkeiten und Spendenbeschaffung und -verwaltung verwendet. Die Spendengelder würden genau dort eingesetzt, wofür sie auch gewidmet wurden, bekräftigte die Caritas.
„Die berechtigten Anregungen des Landes-Rechnungshofes werden vom Land Vorarlberg bewusst aufgenommen und die Möglichkeiten der Realisierung intensiv geprüft“: Mit diesen Worten äußerte sich der zuständige Vorarlberger Landesrat Hans-Peter Bischof (V) zum heutigen Prüfbericht des Landesrechnungshofes. Teilweise seien Ansätze zur Lösung bereits ausgearbeitet und mit den Partnern abgestimmt worden. Dazu zähle etwa die Modernisierung des Rechnungswesens der Caritas oder der Ausbau des Controllings.

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