Cancellara erwägt Trennung von Bruyneel-Team

Nach dem ersten Schock um das entblößte Dopingsystem des US-Amerikaners müssen im krisengebeutelten Radsport weitere Macher zittern. Im USADA-Bericht zur Verschwörung wird vor allem der Weltverband UCI angegriffen - unter den Präsidenten Pat McQuaid (im Bild rechts) und Hein Verbruggen (im Bild links) sei Armstrong jahrelang protegiert worden, sogar Dopingbefunde sollen vertuscht worden sein.


Während viele Radsportler fassungslos die Enthüllungsdokumente studieren, interpretierte der UCI-Funktionär Verbruggen den Report auf seine ganz eigene Art: “Da steht doch, dass wir nie etwas unter den Teppich gekehrt haben.” Doch genau das schien zumindest bei der Tour de Suisse 2001 passiert zu sein.

Hatte die UCI zuletzt schon im Dopingfall Alberto Contador und zu Beginn der Armstrong-Affäre mit einem Zickzack-Kurs für Kopfschütteln gesorgt, so könnte der Verband nun komplett gegen die Wand fahren.

Dass Armstrongs langjähriger Teamchef Bruyneel, derzeit immer noch im Team RadioShack unter Vertrag, keine Zukunft im Radsport hat, davon gingen Branchenkenner schon nach Bekanntwerden der USADA-Klage im Sommer aus. Wie Jan Ullrichs Mentor Rudy Pevenage droht auch Bruyneel zur persona non grata zu werden. Fabian Cancellara erwägt bereits, nie wieder unter dem Belgier fahren zu wollen. “Johans Name ist 129 Mal in dem Report aufgeführt”, sagte er der Zeitung “Het Laatste Nieuws” am Freitag. “Ich weiß nicht, ob ich weiter mit Johan zusammenarbeiten kann.”

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