Bus auf Autobahnparkplatz gelotst: Rapid-Ultras lesen Mannschaft die Leviten

Die Ultras haben bei Rapid wieder ihre Muskeln spielen lassen.
Die Ultras haben bei Rapid wieder ihre Muskeln spielen lassen. ©APA/Georg Hochmuth
Nach dem 0:3 in Ried griffen die Ultras Rapid zu drastischen Maßnahmen, um der Mannschaft die Abstiegsgefahr zu verdeutlichen
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Die Ultras Rapid, die einflussreichste Fan-Gruppierung des österreichischen Rekordmeisters, haben sich in einer am Donnerstag auf ihrer Website veröffentlichten Mitteilung zur aktuellen Krisensituation bei den Grün-Weißen geäußert. Dabei wurde unter anderem darüber berichtet, was nach dem 0:3 am Samstag in Ried passierte.

Auf der Seite hieß es: “Nach dem Spiel in Ried war also mehr als dringender Handlungsbedarf, um allen Beteiligten diese Situation klarzumachen. Wir haben den Mannschaftsbus in Ried in Ruhe gelassen, denn jegliche Versuche, irgendwas zu starten wären mit großer Wahrscheinlichkeit in einer Straßenschlacht mit der mehr als motivierten oberösterreichischen Polizei ausgeartet. Wir haben uns für die unauffälligere Variante entschieden und den Bus auf dem Weg nach Wien von der Autobahn geholt, um der Mannschaft auf einem Lkw-Rastplatz die Leviten zu lesen.”

Rapid Ultras warnen vor Abstiegsgefahr

Zum Inhalt dieser Gespräche wurden keine Angaben gemacht. “Was dort wie gesagt wurde, werden wir hier nicht weiter ausführen, wir sind aber davon überzeugt, dass die Mannschaft wirklich verstanden hat, um was es hier im Augenblick geht.”

Außerdem schrieben die Ultras über Unterredungen mit Fredy Bickel und Christoph Peschek am Samstagabend. “Bei der Ankunft in Hütteldorf hatten wir noch ein Gespräch mit den Geschäftsführern Sport sowie Wirtschaft, die den Eindruck machten, als hätten sie wirklich überrissen, was auf dem Spiel steht.”

Die Mitteilung schloss mit dem Aufruf an alle Fans, in den kommenden Heimspielen ins Stadion zu kommen und die Mannschaft zu unterstützen. Rapid befindet sich derzeit als Tabellensiebter mit fünf Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Ried in Gefahr, erstmals in der Klubgeschichte aus dem Oberhaus abzusteigen.

Rapid äußert sich zum Autobahn-Treffen

Rapids Mediendirektor Peter Klinglmüller meinte Bezug nehmend auf die Mitteilung der Ultras gegenüber der APA: “Die Fans waren aus verständlichen Gründen enttäuscht, deswegen wurde schon kurz nach dem Spiel eine Aussprache zwischen ihnen, der Mannschaft und dem Betreuerteam auf einem Autobahnparkplatz vereinbart.”

Weiters erklärte Klinglmüller: “Es war eine ganz normale Aussprache zwischen einer Fußballmannschaft und Fans, bei der es zu keinen negativen Vorfällen kam.” Das Treffen war laut Klinglmüller “eine Lösung im Sinne aller Beteiligten, damit man in Ruhe miteinander spricht. Die Klubführung sieht das als akzeptables Mittel, wir sprechen gerne mit unseren Fans, die uns auch immer unterstützen.”

(APA, Red.)

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