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Burgenland: Strache macht sich über FP-Absturz lustig - Hofer kontert

HC Strache feuerte nach der Landtagswahl im Burgenland scharf gegen seine FPÖ-Nachfolger.
HC Strache feuerte nach der Landtagswahl im Burgenland scharf gegen seine FPÖ-Nachfolger. ©APA
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache meldete sich nach der Landtagswahl im Burgenland zu Wort und ortet den Grund für den Absturz seiner ehemaligen Partei bei seinen Nachfolgern.
Ergebnis der Burgenland-Wahl 2020

"Der uncharismatische, unkameradschaftliche und inhaltselastische Hofer/Kickl/Nepp-Kurs schlägt bei der FPÖ jetzt voll durch", schrieb er auf Facebook. Die FPÖ Burgenland wies dies zurück und sah vielmehr "eine direkte Folge der Eskapaden Straches".

Der an seiner Ibiza- und Spesen-Affäre gescheiterte Strache schrieb am Sonntag auf seinem Facebook-Profil, die FPÖ müsste durch seinen Ausschluss "ja jetzt endlich befreit und wieder auf der Siegerstrasse (sic!)" sein. "Das Gegenteil ist jedoch der Fall, denn die laufenden Verleumdungen und das schäbige Verhalten der FPÖ-Spitze gegen meine Frau und meine Person stößt die Bürger immer mehr ab", so Strache.

Für Burgenlands FPÖ-Chef Johann Tschürtz (der stets als Freund Straches galt, Anm.) "tut es mir leid", schrieb der ehemalige Vizekanzler. "Das hat er nicht verdient." Auch der Klubobmann der neu gegründeten Strache-freundlichen Wiener FPÖ-Abspaltung "Die Allianz für Österreich" (DAÖ), Karl Baron, sah die aktuelle FPÖ-Führung abgestraft: "Wie die Landtagswahlergebnisse bereits in der Steiermark und auch heute im Burgenland zeigen, hat die jeweilige FPÖ-Spitze, trotz des ungerechtfertigten Parteiausschlusses HC Straches das Vertrauen bei den Wählern verloren."

Hofer kontert Strache auf Twitter: "Besten Dank...."

Auf Twitter antwortete FPÖ-Chef Norbert Hofer mit zwei Worten auf den Seitenhieb Straches: "Danke..." und macht damit einmal mehr eine Anspielung auf das Ibiza-Video, das im Mai die Regierung gesprengt hatte.

FPÖ Burgenland wehrt sich gegen Straches Kommentare

Die FPÖ Burgenland ihrerseits erklärte in einer Aussendung, sie verwehre sich gegen die Kommentare Straches. "Das heutige Ergebnis ist - wie auch schon im Bund und bei den Landtagswahlen in Vorarlberg und der Steiermark - eine direkte Folge der Eskapaden Straches auf Ibiza und seines Umgangs mit öffentlichen Geldern und nicht das Ergebnis eines falschen Wahlkampfs", so der burgenländische FPÖ-Landessekretär Christian Ries.

Auch wies er angebliche "Gerüchte, wonach der burgenländische FPÖ-Landesobmann Johann Tschürtz oder sogar die ganze Landesgruppe zur 'DAÖ' wechseln könnten", als "schlechten Scherz" zurück. Er nahm damit Bezug auf einen Bericht von "Österreich" (Onlineausgabe), wonach laut politischen Beobachtern Tschürtz vor einem Absprung aus der FPÖ stehen könnte - und dabei auch die gesamte Landesgruppe zur "DAÖ" mitnehmen könnte.

Alle Informationen zur Landtagswahl im Burgenland

(APA/Red)

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