Bundesliga: Red Bull Salzburg lässt sich noch nicht gratulieren

Salzburg steht knapp vor dem Gewinn der Meisterschaft.
Salzburg steht knapp vor dem Gewinn der Meisterschaft. ©APA
Sechs Punkte Vorsprung hat Red Bull Salzburg drei Runden vor Schluss aufzuweisen. Damit ist der Gewinn der Meisterschaft wohl nur noch Formsache, doch die Mozartstädter wollten nach dem 1:0 Auswärtssieg am Sonntag gegen Rapid keine Gratulationen entgegennehmen. "Wir haben noch nichts erreicht, wir müssen mit beiden Füßen am Boden bleiben", so Trainer Ricardo Moniz.

Allerdings konnte auch der Niederländer nicht ganz abstreiten, dass der Eintrag im Meisterteller in greifbarer Nähe ist. “Es war zumindest ein großer Schritt.” Ähnlich äußerte sich Jakob Jantscher: “Es sieht sehr gut aus, aber rechnerisch sind wir noch nicht durch.” Für Rapid-Coach Peter Schöttel ist das Rennen hingegen entschieden. “Ich glaube nicht, dass Salzburg in den letzten drei Spielen nur noch einen Punkt macht. Das Thema ist durch”, meinte er.

Rapid gegen Red Bull Salzburg als hitziges Spitzenspiel

Einig waren sich beide Betreuer darin, dass die Zuschauer eine hitzige und temperamentvolle Partie zu sehen bekamen. “Es haben zwei mutige Mannschaften gegeneinander gespielt. Wir hätten theoretisch auf ein Unentschieden spielen können, aber das ist nicht unser Stil”, sagte Moniz.

Der Niederländer kritisierte, seine Mannschaft habe sich nach dem 1:0 zu weit zurückfallen lassen und im Finish die Chancen auf die vorzeitige Entscheidung fahrlässig vernebelt. Dennoch überwog naturgemäß die Freude über den bevorstehenden Titelgewinn dank einer klaren Steigerung in den vergangenen Wochen. “Das Wichtigste ist unsere mentale Härte. Wenn uns alle abschreiben, stehen wir immer wieder auf”, meinte Moniz.

Jantscher fällt wohl verletzt aus

Für Jantscher war das 1:0 die Folge des unbedingten Siegeswillens seiner Mannschaft. “Man hat gesehen, dass wir unbedingt wollten – mehr als Rapid”, betonte der Flügelspieler, der mit einer Gelenksabsplitterung in der Schulter so wie sein Clubkollege Jonathan Soriano (Muskelfaserriss) bis Saisonende fehlen dürfte.

Rapid-Goalie Lukas Königshofer wollte diese Ansicht nicht teilen: “Wir hätten genug Möglichkeiten gehabt, um zu gewinnen.” Auch Schöttel haderte abgesehen von seinem Ärger über die Leistung von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer mit vergebenen Einschussmöglichkeiten. “Nach dem Tor haben wir Druck gemacht und die eine oder andere Chance gehabt.” Mit Salzburg werde aber die beste Mannschaft Österreichs Meister, gab der Wiener zu.

Red Bull Salzburg mit Chancen auf das Double

Möglicherweise wäre für sein Team ein Titelgewinn ohnehin zu früh gekommen. “Für uns ist es gut, wenn wir heuer in der Europa League spielen. Man sieht, dass wir in der einen oder anderen Situation noch Defizite haben”, gestand Schöttel. “Trotzdem stehen wir drei Runden vor Schluss gut da.”

Salzburg könnte bereits am Donnerstag den Meistertitel fixieren, wenn die Roten Bullen im Heimspiel gegen Absteiger Kapfenberg (18.30 Uhr) mehr Punkte machen als Rapid im Auswärtsspiel in Mattersburg (20.30). Holt sich Red Bull Salzburg den Meisterteller, hat auch Ried als Cupfinalist einen internationalen Startplatz – auch bei einer Finalniederlage.

Red./APA)

  • VIENNA.AT
  • Fußball
  • Bundesliga: Red Bull Salzburg lässt sich noch nicht gratulieren
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen