Bundeshymnen-Streit: Volksanwältin Brinek will Hymnen-Wettbewerb

Gertrude Brinek, Vorsitzende der Volksanwaltschaft, beim Interview
Gertrude Brinek, Vorsitzende der Volksanwaltschaft, beim Interview ©APA
Einen Wettbewerb für eine neue Bundeshymne schlägt Volksanwältin Gertrude Brinek vor. Brinek äußerte die Idee, man solle die Musikhochschulen einladen, einen neuen Text und eine neue Melodie zu schaffen. Auch die jetzige Hymne mit dem Text von Paula Preradovic sei ein Auftragswerk gewesen.
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Brinek argumentiert, dass neben dem aktuellen Streit um die Töchter auch andere Textpassagen nicht mehr zeitgemäß seien. So passe etwa auch die Zeile “Hämmer zukunftsreich” nicht mehr in die heutige IT-Gesellschaft.

Brinek für eine zeitgemäße neue Bundeshymne

Vieles daran sei “zeitgeistig” und habe damals gepasst, heute sollte man nach Ansicht der Volksanwältin schauen, wie eine moderne Hymne aussehen könnte. Sie verweist darauf, dass derzeit etwa auch in der Schweiz eine Diskussion über eine neue Hymne laufe.

Volksanwältin zur Binnen-I-Diskussion

Im Zusammenhang mit der Diskussion um das sogenannte Binnen-I in Texten schlägt Brinek vor, eine Zeit lang zu versuchen, nur die weiblichen Formen zu verwenden und zu sagen, die Männer sind mitgemeint. “Ich kann mir vorstellen, eine bestimmte Zeit das generische Femininum zu verwenden.” Sie selbst verwende gerne das Binnen-I, betonte die Volksanwältin und weist die Kritik, dass damit Texte unleserlich würden, entschieden zurück. “Wenn Frauen nicht genannt werden, gehen sie unter, weil sie nicht sichtbar sind.”

(apa/red)

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