Bruno Mars brachte die Wiener Stadthalle zum Kreischen

Bruno Mars begeisterte in Wien - die Fans wollen mehr!
Bruno Mars begeisterte in Wien - die Fans wollen mehr! ©apa
Das ist Pop, der einfach funktioniert: Bruno Mars gastierte am Mittwoch Abend in der Wiener Stadthalle - und löste laute Begeisterung unter den hauptsächlich weiblichen Fans aus.
Bruno Mars live in der Wiener Stadthalle

Der gerade 26 Jahre alte Hawaiianer ist mit genau einem Album in der Diskografie (“Doo-Wops and Hooligans”) und schon bereits ein Pop-Star, der einen durchaus massentauglichen Sound produziert: Bruno Mars mischt gekonnt Pop, Reggae und Dub mit einem Hauch Rockabilly und – natürlich – einer Brise Südseeschmalz. Dass eine solche Mischung beim – sehr – jugendlichen Publikum überhaupt ankommen kann, liegt an der souveränen Art, mit der sich Bruno Mars offensichtlich nicht nur im Studio bewegt, sondern vor allem auch auf der Bühne.

Bruno Mars: Kein einfacher “Pop-Fuzzi”

Großartig die Stimme – meist glockenhell, immer dominant, nie schrill – locker der Wechsel von Gitarre zum Keyboard, äußerst präsent seine Bühnenperformance – immer nett, aber immer auch klar, wer da der Chef ist (und einige Momente lang immer wieder ganz in der Nähe des genialen Michael Jackson).

Und weil der Newcomer – die Erstveröffentlichung seines Debütalbums liegt gerade mal ein Jahr in der Vergangenheit – eben kein vorübergehender Pop-Fuzzi ist, traut er sich auch was: Gleich bei der ersten Nummer animiert Bruno Mars das Publikum zum Mitklatschen – was voll aufgeht. Da sind schon größere Stars in der Aufwärmphase “eingefahren”.

Gute musikalische Begleitung brachte Stadthalle zum Tanzen

Bruno Mars nudelt seine Songs nicht als platte Kopien der Studioversionen runter. Wohltuend ist dies etwa beim “Liquor Store Blues”, den er mit seiner sehr guten Band als ganz scharfen Reggae serviert – im Gegensatz zur super-soften Langweiler-Albumversion, was wohl am Gueststar Damian Marley liegen dürfte (den man als Neuling wohl vor allem für die Marketing-Aufkleber auf den CD-Covers braucht). Und beim Kracher “Catch A Granade” bremst Bruno Mars den anfänglichen Bombast-Sound ganz runter auf eine eindringliche Passage, in der nur seine Stimme und seine E-Gitarre die Fans in Bann ziehen.

Wer nur ein Album veröffentlicht hat, dessen Repertoire ist naturgemäß ein bissl eingeschränkt: Daher ist der tolle Auftritt in Wien nach rund eineinhalb Stunden mit “Just The Way You Are” auch – fast – zu Ende. Als einzige Zugabe gibt’s noch “It Will Rain”, den Vorboten für das zweite Bruno Mars-Album. Dafür holte er sich Skylar Grey auf die Bühne – die US-Singer-Songwriterin mit dem Erstlings-Hit “Invisible” hatte das Vorprogramm grandios absolviert.

(apa)

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