Broukal: Änderung bei Studiengebühren

Nach SPÖ-Klubobmann Cap und dem burgenländischen Landeshauptmann Niessl fordert nun auch SPÖ-Wissenschaftssprecher Broukal Änderungen bei den Studiengebühren.

„Das geht so nicht. Das muss man jetzt nach den Protesten der Studenten erkennen“, so Broukal in der Tageszeitung “Österreich“.

Über den Vorschlag, sich die Studiengebühren durch gemeinnützige Arbeit zurückverdienen zu können, sei er „nicht ganz“ informiert gewesen. Die Idee „sechs Euro pro Stunde für psychische Schwerarbeit“ stamme von Wolfgang Schüssel und nicht von Alfred Gusenbauer.

Broukal spricht sich bei den Studiengebühren für ein „Modell wie bei den Wiener Kindergärten“ aus. Dort zahle – einkommensabhängig – ein Drittel der Eltern gar keine Gebühren, ein Drittel voll und ein weiteres Drittel gestaffelte Beiträge. Der volle Beitrag falle erst ab einem Netto-Familieneinkommen von 2.500 Euro pro Monat an.

ÖVP-Wissenschaftssprecherin Brinek sprach sich in den „Salzburger Nachrichten“ dafür aus, die gemeinnützige Arbeit für die Studiengebühren auch in Blöcken erbringen zu können: „Wer möchte, kann auch alle an sozialer Arbeit geforderten Stunden, die der Studiendauer entsprechen, auf einmal abarbeiten.“

Den Sozialdienst könnten die Studenten in ihren Fachrichtungen machen – Studenten der Pflegewissenschaften sollten sich im Pflegebereich engagieren, Wirtschaftsstudenten sich um Controlling oder Buchhaltung einer Hilfsorganisation kümmern. Auch andere soziale Tätigkeiten wie etwa beim Roten Kreuz könnten angerechnet werden.

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