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Brand auf Fähre Norman Atlantic: Österreicher kehren heim

Alle Österreicher haben das Unglück überlebt.
Alle Österreicher haben das Unglück überlebt. ©EPA
Jene Österreicher, die sich an Bord der in Brand geratenen Mittelmeer-Fähre "Norman Atlantic" befanden, sind wohlauf und werden bald heimkehren: Eine 65-jährige Vorarlbergerin konnte das Krankenhaus in Italien am Nachmittag verlassen und die zwei nach Griechenland gebrachte Tiroler sollten am Mittwoch in die Heimat zurückkehren.
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Der gerettetet Passagier Mehmet Ali Güyen sagte in einem Telefonat, die beiden würden zunächst in München landen und dann nach Tirol weiterreisen. Die nicht miteinander verwandten Tiroler waren zur Abklärung ihres Gesundheitszustands in einem Krankenhaus in der griechischen Kleinstadt Igoumenitsa, wohin sie zuvor mit einem Rettungsschiff gebracht worden waren. Güyen wurde kurzzeitig in dem Spital wegen Bluthochdrucks behandelt. Sie wurden am Dienstagnachmittag von einem Mitarbeiter der österreichischen Botschaft betreut.

“Ich hatte keine Kraft mehr”

“Ich hatte auch ganz kalte Füße und keine Kraft mehr”, schilderte der türkisch-stämmige und im Zillertal wohnhafte zweifache Familienvater. Er könne nicht schlafen und habe Angst, stand Güyen immer noch ganz unter dem Eindruck der schrecklichen Ereignisse. “Ich habe gedacht, ich sterbe”, meinte der Tiroler. Deshalb habe er etwa auch noch seine Frau angerufen, um sich von ihr zu verabschieden. 14 Stunden lang habe er auf die erlösende Rettung gewartet. Diese kam schließlich in Form eines Helikopters, der ihn zu einem Rettungsschiff ausflog.

Österreicherin konnte Spital verlassen

Die stark unterkühlt von Bord der “Norman Atlantic” gerettete Vorarlbergerin verließ unterdessen das Krankenhaus der süditalienischen Kleinstadt Galatina bei Lecce. Die in Dornbirn lebende 65-Jährige wartete nun auf ihren 35-jährigen Sohn, der mit ihr auf der Autofähre war. Zusammen mit einem Salzburger Mitarbeiter einer Hilfsorganisation und weiteren Geretteten befand er sich noch an Bord des italienischen Marineschiffs “San Giorgio”, das am Dienstagabend in der apulischen Hafenstadt Brindisi eintreffen sollte.

Auf den Vorarlberger wartete in Brindisi neben der Mutter auch sein 41-jähriger Bruder, Mustafa Hazir, der aus Dornbirn in die süditalienische Stadt reiste. “Meiner Mutter geht es den Umständen entsprechend gut. Sie ist aber noch mitgenommen. Sie hat einen großen Schrecken erlebt. Sie wurde mit anderen Passagieren nachts vom Rauch geweckt. In Panik sind die Passagiere aufs Deck gerannt, viele waren in Pyjamas, einige hatten nur Socken an, oder waren sogar barfuß. Stunden lang standen sie frierend auf dem Deck”, berichtet Hazir im Gespräch mit der APA. Sein Bruder habe sich mit seiner Frau in Dornbirn in Verbindung gesetzt und versichert, dass er wohlauf sei. “Wir hoffen, Silvester daheim feiern zu können”, meinte Hazir. Das österreichische Konsulat hat bereits die Heimkehr für die Österreicher aus Brindisi organisiert.

Lebenszeichen für die Angehörigen

Auch die Angehörigen des geretteten Salzburgers erhielten inzwischen wieder ein Lebenszeichen. Der Mann aus Seekirchen schickte seinem Sohn am Dienstagvormittag ein SMS. Sein Vater habe lediglich mitgeteilt, dass er sich auf dem Schiff auf dem Weg nach Italien befinde. “Telefonieren konnten wir leider noch nicht, aber trotzdem war es für uns alle natürlich eine große Erleichterung zu wissen, dass er in Sicherheit und wohlauf ist”, sagte sein Sohn Manuel Merseburger im ORF-Radio. (APA)

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