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Brand auf Fähre: Ausgebranntes Schiff in Brindisi eingetroffen

Ermittlungen wegen Sicherheitsmängeln an Bord laufen.
Ermittlungen wegen Sicherheitsmängeln an Bord laufen. ©AP
Die in der Adria in Brand geratene Fähre "Norman Atlantic" hat am Freitag die süditalienische Hafenstadt Brindisi erreicht. Das Schiff, das am Donnerstagnachmittag von der albanischen Küste abgefahren war, wurde von Schleppern in den Hafen gezogen.
Zwei Seemänner starben
Österreicher vor Ort
Freude bei Geretteten
Ermittlungen gegen Kapitän
Zehn Todesopfer bekannt
Panik und Schlägereien
Weitere Opfer befürchtet

Dort wollen die Ermittler das ausgebrannte Schiff nach möglichen weiteren Todesopfern und Hinweisen auf die Brandursache untersuchen.

Bei dem Brand an Bord des Schiffes waren elf Personen ums Leben gekommen, fünf Österreicher wurden gerettet. Zwei Seeleute eines Schleppkahns starben durch einen Unfall bei der Bergung. Die Behörden befürchteten weitere Todesopfer, da sich auch Flüchtlinge als blinde Passagiere im Schiffsrumpf befanden und viele Fahrgäste in ihren Kabinen schliefen, als das Feuer ausbrach. Zudem war die genaue Zahl der Insassen wegen fehlerhafter Passagierlisten weiter unklar.

Sicherheitsmängeln an Bord der “Norman Atlantic”

Die italienischen Justizbehörden haben ihre Ermittlungen wegen Sicherheitsmängeln an Bord der “Norman Atlantic” ausgedehnt. Weitere Personen sollen befragt werden, berichteten italienische Medien. An Bord derselben Fähre war bereits vor einem Monat ein Brand gemeldet worden. Der ermittelnde Staatsanwalt von Bari, Giuseppe Volpe, vermutete, dass sich zu viele Lkw und Autos auf dem Deck vier befanden, auf dem der Brand ausgebrochen war. Schiffskapitän Argilio Giacomazzi meinte, dass das griechische Fährunternehmen Anek mehr Leute an Bord zugelassen habe, als aus den offiziellen Dokumenten hervorgegangen sei.

Anek gab die Zahl der Personen auf dem Schiff zuletzt mit 474 an. Staatsanwalt Volpe sprach dagegen von mindestens 499 Passagieren, da in letzter Minute noch weitere Menschen auf die überfüllte Fähre gebracht worden seien. Die Küstenwache aktualisierte am Donnerstag die Zahl der geretteten Insassen auf 477 – das sind 50 mehr als zuvor angegeben wurden.

(APA)

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