Brahimi reist nach Damaskus - Kämpfe dauern an

Der Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi wird am Wochenende noch einmal in Damaskus vorsprechen - allerdings ohne einen konkreten Friedensplan. Brahimi werde am Samstag in der syrischen Hauptstadt erwartet, meldete das Staatsfernsehen am Donnerstag. Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Opposition gehen indes unvermindert weiter, 135 Menschen starben am Donnerstag.


Die syrische Regierung hat bisher nicht einmal Brahimis Vorschlag für eine Waffenruhe während des islamischen Opferfestes Eid al-Adha in der kommenden Woche zugestimmt. Der oppositionelle Syrische Nationalrat erklärte sich in der Angelegenheit für nicht zuständig. Der Iran hingegen kündigte seine Unterstützung für Brahimis Vorschlag an.

Unterdessen setzte die syrische Luftwaffe ihre Angriffe auf die Rebellenhochburgen fort. Landesweit starben am Donnerstag laut Aktivisten 135 Menschen. Am heftigsten tobten die Kämpfe im Umland von Damaskus und in der Provinz Idlib an der Grenze zur Türkei. Bei einem Luftangriff auf die Stadt Maaret al-Numan kamen laut Rettungskräften insgesamt 44 Menschen ums Leben. Kampfflugzeuge der syrischen Luftwaffe hatten die Stadt den ganzen Vormittag überflogen.

Das Assad-Regime, das auf die EU-Sanktionen anfangs noch mit einem Schulterzucken reagiert hatte, erklärte derweil, die Zwangsmaßnahmen zeigten jetzt Wirkung. Sie träfen aber nicht die Führungsriege, sondern das Volk. Ein Beamter des Außenministeriums erklärte: “Diese Sanktionen treffen den syrischen Bürger. Sie haben aus einem Bürger, der von seiner eigenen Hände Arbeit lebt, einen Empfänger humanitärer Hilfe gemacht.”

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